Container nicht nötig

Weil es in der Gewerblichen Schule freie Räume gibt, braucht die Magdalena-Neff-Schule wohl keine Container. Dies wurde gestern im Kreistagsausschuss deutlich.

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Eine gute Nachricht hatte Landrat Heinz Seiffert gestern im Ausschuss für Bildung, Gesundheit und Soziales des Kreistags: So wie es im Moment aussehe, wird die Anschaffung von Containern für die Magdalena-Neff-Schule in Ehingen wohl nicht nötig. Vor allem das dort angesiedelte berufliche Gymnasium verzeichnet stetig wachsende Schülerzahlen und braucht deshalb zusätzliche Räume. "Bei der benachbarten Gewerblichen Schule stagnieren die Schülerzahlen dagegen, und diese kann der Neff-Schule daher Räume zur Verfügung stellen", sagte Kreiskämmerer Ulrich Keck.

Wie viel Geld der Kreis damit einsparen kann - für die "mobilen Raummodule" waren 100 000 Euro eingeplant -, konnte er allerdings noch nicht sagen. Investiert wird auch in die Gewerbliche Schule: insgesamt rund 366 000 Euro. Die größten Posten sind eine neue EDV-Anlage (130 000 Euro) und neue Schweißstände samt Absauganlagen (120 000 Euro). "Hier müssen wir auf dem Stand der Technik bleiben, schließlich werden dort Lehrlinge ausgebildet", sagte Keck.

Er informierte zudem, dass die Kaufmännische Schule Ehingen einen Zug an ihrem Wirtschaftsgymnasium auf "Internationale Wirtschaft" umstellen wolle. "Diesen Zug gibt es bereits in Ulm an den List-Schule und ist sicher auch für uns sinnvoll", sagte Keck. Zudem fließen in die Kaufmännische Schule 64 000 Euro für die Innensanierung. Generell bleiben die Budgets, die jede Schule vom Kreis zur Verfügung gestellt bekommen nach Kecks Angaben unverändert. "Das haben wir mit den jeweiligen Schulleitern so abgesprochen."

Sorgen bereitet dem Alb-Donau-Kreis als Träger hingegen der Strom- und Wärmeverbrauch an der Valckenburgschule in Ulm. Immer wieder wurden kleinere Verbesserungen umgesetzt, etwa die Beleuchtung ausgewechselt, um den Energieverbrauch in den Griff zu bekommen. "Alle bisher durchgeführten Maßnahmen haben zu keinem substanziellen Erfolg geführt", schreibt die SPD-Fraktion im Kreistag in einem Antrag zum Haushaltsplan 2013, der behandelt worden ist. Eigentlich hatte die Kreisverwaltung für das kommenden Jahr geplant, die Lüftungsanlage der Schule am Donauufer zu erneuern, die von mehr als 1400 Schülern besucht wird. "Es lohnt sich nicht", berichtete Johannes Müller vom Fachdienst Liegenschaften. Die Prüfung habe ergeben, dass es keinen Sinn mache, die Lüftung auszutauschen, ohne gleichzeitig die Fassade des in den 70er Jahren gebauten Gebäudes zu sanieren. Die SPD fordert in ihrem Antrag nun, "zeitnah eine Wirtschaftlichkeitsberechnung" zu erstellen, ob ein Neubau langfristig nicht sinnvoller sei als immer wieder Geld ins alte Gebäude zu stecken für "einen nicht optimierten Energieverbrauch".

Gestern sagte Landrat Heinz Seiffert zu, dass die Verwaltung eben dies prüfe: "Wir arbeiten daran." Eine Planungsrate in Höhe von 100 000 Euro für die Valckenburgschule ist im Haushalt eingestellt. "Es gibt Überlegungen, an die Sporthalle der Valckenburgschule einen Gymnastikraum anzubauen", erläuterte Kämmerer Keck.

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