Brauchtumsabend der Ehinger Turmdeifel

Hütten im Schmiechtal haben sich die Ehinger Turmdeifel als Veranstaltungsort für ihren Brauchtumsabend ausgesucht. Bereits zum dritten Mal empfing die Zunft in der Schmiechtalhalle ihre Gäste.

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Beim Brauchtumsabend: Anna-Lisa Ernst, Jessica Haupt, Florian Haupt und Zunftmeister Albert Zahn am Einlass mit der Blaubeurer Narrenfamilie Rueß. Foto: Sommer

Zwar sind die Turmdeifel in Ehingen beheimatet, doch für ihren Brauchtumsabend unternehmen sie immer wieder einen Ausflug ins obere Schmiechtal. Zum dritten Brauchtumsabend nach 2012 und 2010 trafen sich die Zunftmitglieder am Samstagabend mit ihren Gastzünften in der Schmiechtalhalle in Hütten. Der Treffpunkt ist nicht ganz abwegig, da der Zunftmeister der Turmdeifel, Albert Zahn, der aus Allmendingen stammt, seit einigen Jahren in Hüttens Nachbarort Sondernach lebt.

Der Idee für den eigenen Brauchtumsabend ließ Zahn die Anfrage für die Hallennutzung in Hütten folgen und man bekam eine Zusage dafür. Deshalb wird die rund 300 Gäste fassende Halle von den Turmdeifeln nun im Zwei-Jahres-Rhythmus genutzt. 42 Mitglieder hat die Zunft. Bis auf die sieben Kinder, erklärte Zahn, wurden dann auch alle als Helfer zur Ausrichtung der Veranstaltung benötigt. Der Zunftmeister und sein Vize Florian Haupt begrüßten die Gäste und führten als Moderatoren durch den Abend. 17 Zünfte beziehungsweise Musikgruppen aus der Region zwischen Ulm und Stuttgart waren eingeladen. Am Einlass wurden die Namen und Narrenrufe erfasst, um jede Gruppe entsprechend begrüßen zu können. Ein Bewirtungstresen und eine große Bar bestimmten außer dem Geschehen auf der Bühne das Bild.

Am Programm beteiligten sich mit Maskentänzen die Erminger Hohlwegtrapper, die Lachatrapper aus Dornstadt, Forstberghexen aus Wangen bei Göppingen, die Katzastrecker aus Blaustein und "dHolzstöckler" aus Staig. Die Fanfare Ulmer Spatzen und die Guggenmusik "Querköpf" aus Winnenden standen als musikalische Abwechslung auf dem Programm. Integriert in den Brauchtumsabend war ein Zunftmeisterempfang. Für Partymusik sorgte DJ Christoph.

Zu den teilnehmenden Gruppen aus der näheren Umgebung gehörten die Waldhutzla aus Schelklingen, Hölla-Hexa aus Ehingen, Blaubergweibla und Kräuterhexen aus Blaubeuren, Hinterhau-Geister aus Heroldstatt und die Zollbruck-Hexa aus Donaustetten. Mitte Februar nehmen die Turm-Deifel am ADR-Sprung in Schelklingen teil und eine Woche später am Umzug in Oberdischingen. Außerdem sind sie beim "Glombigen" in Ehingen aktiv. Die Sage für ihre Zunft geht auf das einstige Riedlinger Tor in Ehingen zurück, das auch Turm genannt wurde, und an dem der Stadtpatron Theodul und sein Gegenspieler, der Teufel, abgebildet waren.

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