Biosphärenwoche startet mit starker Beteiligung aus dem Raum Ehingen

Im Mai 2009 hat die Unesco die Schwäbische Alb als Biosphärenreservat anerkannt. Das wird gefeiert - gleichzeitig der Auftakt für die vierte Biosphärenwoche mit starker Beteiligung aus dem Raum Ehingen.

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"Machtkampf" heißt diese Tonplastik von Gabriele Herter, die bei der Ausstellung der Kunstgruppe Iris in Auingen zu sehen ist.  Foto: 

Wenn am Sonntag im Biosphärenzentrum in Münsingen-Auingen das fünfjährige Bestehen des Unesco-Biosphärenreservats Schwäbische Alb gefeiert wird, kommt die Musik aus Ehingen, die Künstlergruppe auch, und unter den sechs, die ihre Urkunde als neue Partner des Biosphärengebiets überreicht bekommen, ist auch Alex Fisel vom Landgasthof "Adler" in Altsteußlingen. Das zeigt, wie stark der Raum Ehingen inzwischen angekommen ist in einem Vorhaben, in dem lange Zeit die Schwerpunkte fast nur um Münsingen und im Kreis Reutlingen lagen.

"Wir haben da aufholen können", sagt Ehingens früherer Oberbürgermeister Johann Krieger im Rückblick auf die vergangenen Jahre, in denen in Ehingen vor allem mit den Themenwegen auf der Alb, dem Besinnungsweg als gemeinschaftsstiftendem Projekt und mit Einzelvorhaben von der Streuobstwiese bis zur Alten Säge in Mundingen viel bewegt worden ist. "Die Alb ist stark zusammengerückt", sagt auch Alfons Köhler aus Dächingen, der sich als Moderator der Arbeitsgruppe in der Lokalen Agenda über die neuen Gemeinsamkeiten der sechs Ehinger Teilorte freut. Die erhoffte Resonanz sei da, sagt Köhler und verweist auf die vielen Aktivitäten, die Ehingen diesmal zur jetzt vierten Biosphärenwoche beisteuert, die am Wochenende beginnt.

Etwas später als Ehingen sind auch Lauterach und Schelklingen in Richtung Biosphärengebiet gestartet, mit unterschiedlicher Intensität. Lauterach hat, gestützt auf eine intakte Biosphärengruppe und getragen von großer Zustimmung im Ort wie im Gemeinderat, am ehemaligen Sportplatz im Lautertal ein Infozentrum geschaffen, das weithin auf Begeisterung stößt. In Schelklingen dagegen fühlen sich die Ehrenamtlichen in Hütten von der Stadt ziemlich alleingelassen. Es fehlt an der ordnenden Hand, die die vielen Initiativen zusammenführt und vereinzelte Eigeninteressen in ein größeres Ganzes einbettet. Immerhin gibt es jetzt mit dem Aktionstag am 18. Mai im Rahmen der Biosphärenwoche einen Anfang.

Die Thementage rund um das schwäbische Großschutzgebiet wurden 2010 ins Leben gerufen, um den komplexen Begriff Biosphärengebiet und die dahinterstehende Idee konkret und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen. Dem Aufruf der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets, sich an der Biosphärenwoche zu beteiligen, sind viele Kommunen, Vereine und Verbände, Schulen und weitere Akteure aus der Region gefolgt. Während der neun Tage gibt es nun ein abwechslungsreiches Programm mit 90 Veranstaltungen; die Kunstausstellung "Lebensraum Schwäbische Alb" der Ehinger Kunstgruppe Iris wird dabei vom 18. bis 23. Mai in Auingen zu sehen sein. Zur Eröffnung am Sonntag (15 Uhr, Biosphärenzentrum) spielt Roland Ernst mit Giselas Dixieland Connection; später stellen sich die Künstlerinnen Heidi Moll, Thea Ruf-Schlecker, Agnes Schlecht, Marlene Widmann, Gabriele Herter und Sissi Kicherer mit ihrer Malerei, ihren Skulpturen und ihrer Lyrik vor.

Die Angebote im Raum Ehingen beginnen am 18. Mai mit einer Wanderung bei Erbstetten auf dem Themenpfad "Unser täglich Brot" (Parkplatz Pfarrhaus, 13 Uhr). Am Montag, 19. Mai gibt es auf dem Hof von Robert Holzmann in Dächingen Bogenschießen mit Langbögen (19 bis 21 Uhr, Telefon: 07395/1077). Am 20. Mai führt Wiebke Fischer eine Wanderung "Blühendes am Wegesrand" (14 Uhr, Infozentrum Dächingen). Am 21. Mai zeigt Emil Renner aus Granheim "Mein Lieblingswanderweg", Treffpunkt 14 Uhr am Infozentrum Dächingen. Um "Die Früchte unserer Erde" geht es am 22. Mai um 17 Uhr im Backhaus in Dächingen, Lutz Mammel aus Lauterach informiert über Produkte und Alfons Köhler zeigt, was sich daraus kochen lässt. Am 23. Mai führt Sabine Schulze aus Ehingen eine Gesundheitswanderung (14 Uhr, Infozentrum Dächingen) und von 16 bis 18 Uhr gibt es eine Kutschfahrt mit zwei Haflingern rund um Dächingen (Anmeldung bis heute 16. Mai unter Telefon: 0179 6671004). Abschluss ist mit der Podiumsdiskussion zum fiktiven Hotelbau auf der Ehinger Alb am 24. Mai um 17 Uhr in der Aula des Gymnasiums.

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