Beim Burren gibt es Unterschiede

20 Kandidaten für zehn Plätze im Gemeinderat - Öpfingen hat am Sonntag eine reiche Auswahl. CDU und Unabhängige bieten je zehn Kandidaten auf. Die Programme unterscheiden sich in wenigen Punkten.

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Sechs Vertreter hatte die CDU, vier die "Unabhängige Liste" bisher im Öpfinger Gemeinderat. Beide Listen bieten zur Wahl am kommenden Sonntag nun jeweils zehn Personen auf, beide haben ihre Zielsetzungen formuliert für Öpfingen und die kommenden fünf Jahre. Dabei haben sie Gemeinsamkeiten, bilden aber auch teils unterschiedliche Schwerpunkte.

"Ein lebenswertes Öpfingen" wünscht sich die CDU in ihrem Wahlprospekt - dies könnten sicher auch die Unabhängigen unterschreiben. Eine kreuzungsfreie Überquerung der B 311 zum Gewerbegebiet Burren soll schnellstmöglich kommen, dies hat der CDU-Ortsvorsitzende und Listenführer Dominik Maier am Montag beim Besuch von Norbert Lins angemahnt. Der CDU-Kandidat fürs Europaparlament war bei Holzbau Gapp zu Gast, Maier ist einer der Geschäftsführer von Gapp.

Die Unabhängigen meinen, erst müsse eine sichere Überquerung der Bundesstraße her, bevor sich überhaupt dort weiteres Gewerbe mit Publikumsverkehr ansiedelt. Die Ausgestaltung des Gewerbegebiets sollte, raten die Unabhängigen, nochmal überdacht werden. Sie stellen die geplante Ansiedlung einer Tankstelle sowie eines Fastfood-Restaurants in Frage.

Ziemlich weit oben steht bei der CDU familienfreundliches Wohnen. Es gelte, Kindergarten und -tagesstätte zu unterstützen und die Grundschule langfristig zu erhalten. Dies wünschen sich auch die Unabhängigen - und haben zusätzlich den Ausbau zu einer Ganztagsschule auf der Agenda. Verlässliche (CDU) und flexible (Unabhängige) Kinderbetreuung steht bei beiden auf der Liste.

Bei beiden auch ein Thema: die Ökologie. Den Flächenverbrauch für Neubaugebiete reduzieren - dieses Anliegen hätte man wohl eher auf einem Wahlprospekt der Grünen vermutet, es steht aber auf dem Zettel der Öpfinger CDU. Naturschutz steht aber auch auf den Fahnen der Unabhängigen, vor allem an Donau und Stausee. Listenführer Peter Erhard schwebt eine Erweiterung der Renaturierung des Altwassers vor und eventuell eine Brücke, um ohne Umwege spazierengehen zu können, wie er sagt.

Was die Kultur anbelangt, möchte die CDU das sportliche und kulturelle Angebot im Ort erhalten und die Vereinsarbeit stärken. Bei den Unabhängigen besteht der Wunsch auf eine Stärkung der offenen Jugendarbeit. Sie wiederum wollen statt Parteipolitik ein gutes Miteinander im Gremium zum Wohle der Gemeinde - wie es auch bislang schon praktiziert worden sei. Bei der CDU findet man, sicher nicht ganz unerwartet, einen Schwerpunkt wirtschaftliche Stabilität, wozu sie auch die Rahmenbedingungen für örtliche Gewerbebetriebe gestärkt wissen möchte.

Den Unabhängigen ist wichtig, mehr Frauen in den Gemeinderat zu führen. Auf ihrer Liste treten vier, bei der CDU zwei Frauen an.

Für die CDU wollen die bisherigen Ratsmitglieder Dominik Maier, Angela Blakowski, Hubert Kneißle, Wolfgang Reitmayer und Hermann Rudolf erneut in den Rat einziehen. Neu sind Claudia Burkhardtsmayer, Marc Gerhardt, Jochen Feniuk, Ekrem Celikkaya und Rudi Niederer junior. Rainer Seiler, der bisherige Bürgermeister-Stellvertreter, stellt sich indes nicht mehr zur Wahl.

Für die Unabhängige Liste treten Peter Erhard, Waltraud Marx, Monika Buck, Monika Diepold, Heiko Dolpp, Paul Fritsch, Andreas Karpa, Roland Kramer, Marc Metzner und Evelyn Rechtsteiner an, nicht mehr kandidieren die langjährigen Gemeinderäte Alfons Burkhardtsmayer und Dr. Ulrich Singer.

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