Baufirma will RSG verklagen Öpfingen: Rechtsstreit um den Reitplatz

Mitte November wird das Ergebnis im Rechtsstreit der RSG Öpfingen mit Baufirma Stetter verkündet. Die strebt eine Widerklage gegen den Verein an.

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"Der Verein hat ein Problem. Dafür ist mein Mandant aber der völlig falsche Ansprechpartner." Das sagt Anwalt Manfred Kröll aus Ellwangen über die RSG Öpfingen. Der Reitverein hatte die Baufirma Stetter aus Rainau (Ostalbkreis) wegen der Ausführung des Bodens auf dem Reitplatz verklagt (wir berichteten). Bekanntlich ist der Reitplatz derzeit nicht zu nutzen. Und zwar, weil "die Verdichtungsmittel nicht richtig eingebaut" worden seien und der Boden zu tief ist, sagte Turnierleiter Eduard Beuter noch im Mai. Deshalb musste auch das Reitturnier heuer ausfallen.

Doch Anwalt Kröll meint, dass der Verein keinerlei Handhabe gegen das Unternehmen Stetter habe, weil dieses lediglich einen Teilauftrag auszuführen hatte. Nämlich, den Boden auf der Außenreitanlage aufzureißen und 87 Tonnen Bindemittel einzubringen, was auch korrekt geschehen sei. Mit weiteren nötigen Arbeitsschritten, die vielleicht nicht fachkundig ausgeführt wurden, habe Stetter nichts zu tun. Da seien möglicherweise andere Firmen im Spiel gewesen.

Am Montag war nun die Verhandlung vor der Zweiten Zivilkammer am Landgericht Ulm. Wie der Pressesprecher des Landgerichts, Dr. Hermann Steinle, auf Anfrage mitgeteilt hat, wurden lediglich vier Zeugen von beiden Parteien angehört. Vom einem noch im Mai angekündigten Gutachten zum Reitplatz sei keine Rede mehr gewesen. Erst Mitte November wird Richterin Dr. Ursula Kleene ihr Urteil verkünden, informiert Steinle. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

"Die sollten erst einmal wissen, was sie wollen", meint Anwalt Kröll derweil. "Sie wollen jetzt einen Fünf-Sterne-Platz machen, obwohl sie einen Platz im Baumischverfahren beauftragt hatten." Die RSG wolle den Streitwert daher von etwa 20 000 auf mehr als das Doppelte erhöhen. Sie habe den Werklohn für Stetter derweil noch gar nicht gezahlt. "Deshalb werden wir eine Widerklage einreichen, um diesen einzuklagen." Der Verein selbst wollte sich zum Thema angesichts des noch laufenden Verfahrens nicht gegenüber unserer Zeitung äußern.

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