Backbonenetz kommt in zwei Schritten

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„Die Sache kostet richtig viel Geld.“ Bürgermeister Andreas Braun machte keinen Hehl aus den zu erwartenden Summen, die eine Versorgung mit schnellem Internet für Öpfingen verschlingen wird. Gleichwohl hat der Gemeinderat am Dienstag einstimmig beschlossen, in eine „zukunftsfähige Kommunikationsinfrastruktur“ zu investieren, wie es in der Sitzungsvorlage hieß.

Es beginnt mit dem Bau des so genannten Backbonenetzes, einer Hauptleitung mit Anschluss an die Kommune. Diese soll in zwei Stufen erfolgen: 2017 zunächst mit der Trasse von der Gemarkungsgrenze Oberdischngen bis zum Gewerbegebiet Burren, im Jahr 2018 dann mit einer weiteren Trasse vom Übergabepunkt an der B 311 bis zur Gemarkungsgrenze Gamerschwang. In diesem Zug sollen dann das Rathaus und die Grundschule gleich ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

Weitere 45 Haushalte, sagte Braun, auf der südlichen Seite der Schulstraße könnten dann mit so genannten FTTB (Fiber to the Building)-Anschlüssen bedient werden, also Glasfaser bis an die Grundstücksgrenzen, was rund 75 000 Euro kosten soll. Für die Hausanschlüsse sind dann die Eigentümer zuständig. Die anderen Haushalte sollen in den kommenden Jahren versorgt werden, wann genau, das ist noch offen.

Sicher ist, dass auch ein so genannter Point of Presence (POP) gebaut werden muss, ein Betonhäuschen, drei mal vier Meter groß. Es beherbergt eine Vermittlungsstelle zwischen Backbone und innerörtlichem Netz und soll zwischen Schule und Parkplatz entstehen. Dafür werde laut Landratsamt mit Kosten von rund 20 000 Euro gerechnet.

Das 3,5 Kilometer lange Backbonenetz soll schätzungsweise 400 000 Euro kosten, im günstigsten Fall würden davon 320 000 Euro aus Zuschüssen kommen. Die genauen Gesamtkosten könne man momentan noch nicht abschätzen, sagte der Bürgermeister auf die Frage von Wolfgang Reitmayer. Jedenfalls biete das Netz einerseits eine Riesen-Chance, das bisher erst mit mäßiger Bandbreite versorgte Gewerbegebiet mit Glasfaser zu versorgen, andererseits bedeute es eine Investition für die Zukunft. Den genauen Nutzen, sagte Braun, könne man möglicherweise erst in 10 oder 15 Jahren ermessen. Rainer Schäffold

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