Ausstellung: Nostalgisches Kaffeegeschirr im Museum

Edle Tassen und Kaffeekannen, mit roten Rosen oder Veilchen verziert, feines Porzellan, aber auch robustes Steingut - eine außergewöhnliche Ausstellung erinnert im Museum in Rottenacker an Urgroßmutters Zeiten.

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  • Inge Brucker (oben links) hat die Sonderausstellung im Museum in Rottenacker initiiert und gestaltet. 1/2
    Inge Brucker (oben links) hat die Sonderausstellung im Museum in Rottenacker initiiert und gestaltet. Foto: 
  • Eine echte Rarität sind die Erinnerungstassen einer Hochzeit aus dem Jahr 1904. Auch der Hochzeitswecken ist 110 Jahre alt. 2/2
    Eine echte Rarität sind die Erinnerungstassen einer Hochzeit aus dem Jahr 1904. Auch der Hochzeitswecken ist 110 Jahre alt. Foto: 
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Einst waren sie unverzichtbar für die Aussteuer junger Mädchen: Ohne ein schönes Kaffee-Service wurde nicht geheiratet. Etwa 500 Teile, vor allem Kaffeekannen, Tassen, Zuckerdosen und Teller, bilden jetzt eine außergewöhnliche Schau im Heimatmuseum in Rottenacker. Inge Brucker vom Museums- und Heimatverein hat ein Faible für nostalgisches Kaffeegeschirr und initiierte diese Ausstellung nicht nur, sie bereitete sie auch liebevoll vor. Am Sonntag war die Schau erstmals geöffnet, sie fand eine gute Resonanz und volle Bewunderung. Anhand der zum Teil mehr als 100 Jahre alten und somit sehr wertvollen Stücke begaben sich die Gäste auf eine Reise in die Vergangenheit. Alles Geschirr ist mindestens 50 Jahre alt, ein wesentlicher Teil sogar 100 und mehr Jahre. Die Stücke wurden offenbar bestens behütet und sind in bestem Zustand. Hergestellt wurden sie von Manufakturen in Bayern, Preußen, Schlesien und Thüringen.

"Oh, so eine schöne Tasse hatte mal meine Tante", oder "Auf dem Herd meiner Oma stand eine ähnliche Kaffeekanne", waren als Kommentare zu hören. Etliche Kaffee-Service wurden für die Ausstellung von Bürgern zur Verfügung gestellt, dazu sehr viele Einzelteile in verschiedensten Formen und mit vielseitigem Dekor. Eines der Porzellangeschirre ist handbemalt mit klitzekleinem Muster, andere haben hübsche Rosen oder Veilchen als Zierde, fast alle Raritäten sind mit unterschiedlichen Goldrändern versehen. Eine der Kannen stammt von 1891 und stand damals auf einem Hochzeitstisch. Niedlich anzusehen sind die winzigen Puppengeschirre, manche Tassen sind verschnörkelt, auch filigrane Blüten sind zum Teil kunstvoll aufgesetzt worden.

Sehenswert sind ferner die Erinnerungs- und Andenkentassen, etwa zur Kommunion, zur Verlobung oder Hochzeit. An die Hochzeit des Brautpaars Stefan und Margarethe Walter am 15. November 1904 etwa erinnern zwei edle Tassen mit der Aufschrift in Gold: "Für die Braut" und "Für den Bräutigam", auch der originale Knauzenwecken von damals ist nach 110 Jahren noch vorhanden, wenn auch ziemlich verschrumpelt. Außer den filigranen und wertvollen Dingen sind robuste Kaffeekannen aus Steingut, Blech und Emaille zu sehen, wie sie früher als Alltagsgeschirr dienten. Manche zeigen Spuren vom vielen Warmhalten des Kaffees auf dem Küchenherd. Auch die ersten Isolierkannen und versilbertes Porzellan gehören zur vielseitigen Schau, die reichlich Gesprächsstoff über längst vergangene Zeiten und einstige Wertigkeiten bot.

Info Die Ausstellung "Kaffeegeschirr von anno dazumal und Erinnerungstassen" im Heimatmuseum Rottenacker ist bis Ende Juni jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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