Ausbildungsmesse: Lehrlinge händeringend gesucht

47 Firmen, Schulen und Institutionen haben sich bei der 15. Ausbildungsmesse "Top Job" der AOK in der Ehinger Lindenhalle präsentiert. Mehr als 700 Schüler informierten sich über rund 100 Berufe.

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So viele Aussteller wie noch nie in den 15 Jahren der AOK-Ausbildungsmesse füllten die Lindenhalle - im kleinen und großen Saal sowie im oberen und unteren Foyer. Es gebe noch eine Warteliste von Firmen, die gern dazukämen, sagte Martin Knupfer, Leiter des AOK-Kundencenters in Ehingen. Mit fast 50 Firmen aus Dienstleistung, Handel und Handwerk sowie weiterführenden Schulen und Kooperationspartner wie die Agentur für Arbeit, Südwestmetall, IHK und Handwerkskammer oder das Berufliche Bildungszentrum Ulm sei die obere Grenze erreicht.

An der Resonanz sei zu spüren, dass inzwischen auch größere Firmen nach Lehrlingen suchen müssen. Klasse fand Knupfer, "dass die Mehrzahl der Aussteller an ihrem Stand irgendwas Interessantes zu bieten hat". So präsentierte die Firma Tries einen Handsteuergeber, den Inhaber Manfred Tries vor 45 Jahren konstruiert hat und der etwa für Minibagger eingesetzt wird, und der jetzt überarbeitet worden ist. Auch Schulleiter Max Weber testete sein Talent als Baggerfahrer. Schüler der gewerblichen Schule hatten eine selbst gefertigte elektropneumatische Schaltung mitgebracht.

Oberbürgermeister Alexander Baumann und Landrat Heinz Seiffert und Baumann kamen bei einem Rundgang mit den Ausbildungsverantwortlichen und Lehrlingen ins Gespräch, dies nutzten auch die 700 Schüler aus 30 Klassen aus Ehingen und dem Umland. Etwa wie drei Schülerinnen aus Allmendingen, die sich am Stand des Ehinger Krankenhauses informierten: Eloise (16) möchte Physiotherapeutin werden, Lea (15) tendiert zu Bürokauffrau und Michelle (15) will was Kreatives machen, in Richtung Grafikdesign. Dass viele Jugendliche bei der Berufsentscheidung zunehmend wählerischer werden, eher angenehme Arbeitzeiten oder das Gehalt Kriterien sind, hat Günter Frühring von der Bundespolizei verspürt. Er informierte die Schüler über die Aufgaben bei der Polizei.

Norbert Zimmermann von der "Rose" in Berg stand als Ausbildungswart für den Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Rede und Antwort. "Viele unserer Mitglieder suchen händeringend nach Lehrlingen", sagte er. Auch bei renommierten Firmen seien noch Ausbildungsplätze für dieses Jahr offen, speziell im technischen Bereich, kleine Betriebe suchen teils händeringend Azubis, berichtete Martin Knupfer. "Viele junge Menschen gehen auf weiterführende Schulen und wollen dann studieren. Wir könnten auch noch einen weiteren Lehrling brauchen", meinte Peter Guggemos von der Ehinger Energie.

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