Aus der Geschichte des Fleckviehzuchtvereins

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1887 wurde der Fleckviehzuchtverein Blaubeuren unter dem Namen Viehzuchtverein in der Blaubeurer "Krone" gegründet. Schon davor gab es aber Schauen. Anfangs hatte der Verein 147 Mitglieder. Laut Festschrift waren damals 44 Farren und 521 weibliche Tiere ins Herdbuch eingetragen. 1891 stellte der Verein erstmals eine Kollektion auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Cannstatt aus und errang den mit 350 Mark dotierten vierten Platz. 1899 hieß der Verein "Zuchtgenossenschaft" und hatte wieder Schauerfolge zu verzeichnen. Ein Unglück war 1920 der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, der 1198 Tiere zum Opfer fielen.

40 Jahre lang wurden Tiere auf die Viehweide

Sotzenhausen aufgetrieben. 1925 wurde hier ein Anwesen gekauft und ein Viehstall und Sommerhäuschen für den Weidewärter erbaut. 1937 wurde 50-jähriges Bestehen mit einer Bezirksrindviehschau begangen, wobei unter anderem auch das Konradihaus Oberschelklingen und die Gemeinde Hausen erste Preise abräumten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der Name "Viehzuchtverein" wieder auf. 1948 wurde wegen der ungünstigen Ernährungslage der Bevölkerung auf eine Jungviehprämierung und Nachzuchtschau verzichtet. Anfang der 1950er Jahren wurde TBC ein Problem der Betriebe. 1965 wurden 136 Tiere bei der Bezirksrindviehschau vor der Kulisse des Blaubeurer Klosters ausgestellt. 1990 wurden zur Schau 160 Kühe und zwei Bullen aufgetrieben. Die Staatsprämierung 1996 war von den ersten Meldungen über

BSE überschattet.

Zum Vergleich: Die Milchleistung lag 1886 etwa bei 1800 Kilogramm, 1947 etwa bei 2400, 1974 etwa bei 4600 Kilogramm und erreicht inzwischen mehr als 7000 Kilogramm.

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