AUS DEN SCHULEN

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Die Viertklässler haben die Kraft des Tommelns entdeckt. Foto: GWRS Munderkingen

Archaische Kraft entdeckt

Munderkingen - Die Munderkinger Grundschüler der Klasse 4b haben bei einem Workshop mit dem Ulmer Musikkünstler Friedrich Glorian die archaische Kraft des Trommelns entdeckt. Ein kleiner Einblick: Zuerst noch zaghaft und vorsichtig ertönen die ersten Trommelklänge in der Aula der Schillerschule. Doch es dauert nicht lange, da haben die Viertklässler ihren Groove entwickelt. Kraftvoll und energiegeladen klingen die Rhythmen durchs ganze Schulhaus. Anfangs sind es die ganz großen Handtrommeln, die am begehrtesten sind. Mit Schlägeln gespielt, entfalten sie einen besonders vollen Klang. Nach der großen Pause entscheiden sich einige für ein kleineres, leichteres Exemplar. Das Besondere an den Instrumenten ist die vergleichsweise einfache Handhabung. Von den Trommeln geht ein hoher Aufforderungscharakter aus, und zum Musizieren sind keine Vorerfahrungen nötig. "Ihr macht das prima und könnt euch heute schon viel besser konzentrieren", lobt Friedrich Glorian am nächsten Tag. Der Percussionist und Multiinstrumentalist aus Ulm leitet den "Drum Circle". Dazu braucht es keine großen Worte: Kaum gibt er spielerisch den Puls vor, stimmen die Kinder begeistert ein. Dabei wird den Schülern einiges abverlangt. Genaues Aufeinander-Hören und ständige Konzentration zum Beispiel. Der Workshop ist einer von sechs Bausteinen der Kooperation der GWRS Munderkingen mit der Jugendkunstschule Biberach im Rahmen des bundesweiten Modellprogramms "Kulturagenten für kreative Schulen" der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator. "Die Workshop-Elemente fördern nicht nur die musikalische Kreativität, sondern auch die Koordinationsfähigkeit. Das kommt im Schulalltag oft zu kurz", meint die Klassenlehrerin Rebecca Nuber. Am Ende der Woche zeigen die Viertklässler in einer Open-Air-Darbietung ihren Mitschülern, Eltern und Lehrern stolz, was sie gelernt haben. In der Feedback-Runde wollten die Schüler schließlich Friedrich Glorian selbst spielen hören - und lauschten sodann den virtuosen Rhythmen ihres Vorbilds.

Über soziale Netzwerke

Obermarchtal - Das Studienkolleg Obermarchtal hatte zu einem Schüler-Eltern-Abend eingeladen. Es ging um das Web 2.0, also das Social Web, das in Form von Messengern und sozialen Netzwerken aus dem Leben von Jugendlichen kaum mehr wegzudenken ist. Referentin war Kerstin Heinemann, Mitarbeiterin am JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München. Heinemann plädierte in ihrem unterhaltsamem Vortrag dafür, angesichts des Medienverhaltens Jugendlicher nicht zu schnell zu abwertenden Urteilen zu kommen. Im Gegenteil: Aus ihrer Sicht sind soziale Netzwerke nichts grundständig Neues, sondern geben dem Bedürfnis von Menschen, mit anderen zu kommunizieren, an der eigenen Identität zu arbeiten und sich über Sachverhalte zu informieren, nur eine neue Form. Folglich sei das Internet keine zweite, "getrennte Welt" neben der realen Welt, sondern müsse als Erweiterung des Lebensraumes wahrgenommen werden. Dass dieser auch neue zwischenmenschliche Probleme mit sich bringt und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellt, war Gegenstand eines sehr engagierten Gesprächs im Anschluss. Kerstin Heinemann plädierte dafür, die Zukunft in einer medial vernetzten Welt aktiv mitzugestalten.

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