AUS DEN ORGANISATIONEN

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Bei seiner Zugübung musste das THW Ehingen ein Auto aus dem See des Kieswerks Koch in Rißtissen bergen. Foto: THW

Zugübung des THW

Die diesjährige Zugübung des THW Ortsverbandes Ehingen mit Zugführer Tobias Bund und Tauchgruppenleiter Kevin Knust hat am Samstag auf dem Gelände des Kieswerks Koch in Rißtissen stattgefunden, berichtet Julia Harant. Nach der Alarmierung über die Funkmeldeempfänger gegen 14 Uhr und Anfahrt machten sich die Gruppen an die Arbeit. Die Bergungsgruppe I sollte auf Anweisung des Zugtruppsam östlichen Teil des Sees einen Mitarbeiter des Kieswerks suchen und retten, der laut Vorgabe wohl in ein Silo der Kiesmaschine gestürzt war. Dies gestaltete sich aufgrund der Annahme einer maroden Treppe schwierig, da nach der Rettung aus dem Silo mithilfe des Rollgliss die verletzte Person mit dem Schleifkorb rund 10 Meter abgeseilt werden musste. Auch die Bergungsgruppe II sollte zunächst einen Mitarbeiter des Kieswerks suchen und retten, der zuletzt mit Instandsetzungs- und Schweißarbeiten in einem Tunnel beschäftigt war. Gruppenführer Berthold Gog und seine Helfer mussten davon ausgehen, dass eventuell leicht entzündliche Gase ausgetreten waren, weshalb Atemschutzgeräte benutzt werden mussten. Doch dieses Szenario wurde wie das vorhergehende hervorragend gemeistert, teilt das THW mit.

Um die Zusammenarbeit mit der Tauchgruppe zu üben, hatten bereits am Vortag die Planer in Zusammenarbeit mit der Tauchgruppe aus Neu-Ulm ein speziell präpariertes Auto im südöstlichen Teil des Sees versenkt. Aufgabe des THW war nun, das in den See gestürzte Fahrzeug zu erkunden und bergen. Die Taucher machten sich ans Werk und konnten auch den "Fahrer", der sich noch im Fahrzeug befand, bergen. Zudem errichteten sie eine Ölsperre auf dem See.

Die Bergungsguppe II begann gleichzeitig, ein 15 Mal zwei Meter großes Floß anzufertigen, das rund 1000 Kilogramm tragen konnte und den Tauchern als Arbeits- und Transportplattform fürs Auto dienen sollte. Um das Fahrzeug aus dem See zu bergen, musste es die Taucher mit Hebesäcken anheben. Da die Uferböschung zu steil war, um den PKW direkt mit der Seilwinde herauszuziehen, musste die Bergungsgruppe I unter Leitung von Christoph Kohn ein Dreibock errichten. In ihn wurde dann eine Umlenkrolle eingehängt, über die das Stahlseil für die Bergung geführt werden konnte, sodass das Auto aus dem See geborgen wurde. Gegen Abend wurde wegen der einsetzenden Dämmerung der Lichtmast-Kraftwagen zum Ausleuchten der Einsatzstelle benötigt. Nach getaner Arbeit, wurden die THW-Helfer gegen 19 Uhr noch vom Betriebsleiter Hirrle und seiner Familie verpflegt.

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