Aufträge für 1,25 Millionen Euro

Die Firmen Kirchhoff aus Ehingen und Schwall aus Laupheim werden zwei Großaufträge in Rottenacker abwickeln. Die Arbeiten für insgesamt 1,25 Millionen Euro hat der Gemeinderat jetzt erteilt.

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Voraussichtlich von Juni oder Juli dieses Jahres an können die Bauherren im neuen Gebiet "Silberberg/Kapellenäcker" mit der Erschließung beginnen. Der Gemeinderat hat dazu jetzt den Auftrag vergeben. In wenigen Wochen sollen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt starten, mit dem 16 Bauplätze im Norden der Gemeinde erschlossen werden. Wie Diplom-Ingenieur Fabian Kiesel vom Büro Pirker & Pfeifer in Münsingen darlegte, haben 18 Firmen Interesse bekundet, zehn Angebote gingen ein. Die preisgünstigste Offerte für die Kanalisations-, Tief- und Straßenbauarbeiten kam von der Firma Kirchhoff in Ehingen mit einem Pauschalangebot über 674 730 Euro, sie lag auch bei den regulären Angeboten mit 708 263 Euro vorn. Der teuerste Bieter hatte mit 955 000 Euro kalkuliert.

Der Gemeinderat entschied sich für das Pauschalangebot. Das bedeutet, dass die Firma keine detaillierte Abrechnung vorlegen muss und damit Zeit und Kosten spare, erläuterte Kiesel. Davon profitiere die Gemeinde mit einer günstigen Preiskonstellation. Im Auftrag integriert ist auch das Regenüberlaufbecken im südwestlichen Bereich des neuen Gebietes.

Das zweite große Bauprojekt der Gemeinde in diesem Jahr ist die Sanierung der nördlichen Bühlstraße. Auch hier hatten 18 Firmen Unterlagen angefordert, acht Angebote gingen ein. Die Firma Hämmerle hatte mit 625 000 Euro das preisgünstigste Angebot unterbreitet, die Firma Schwall aus Laupheim unterbot jedoch mit ihrem Pauschalangebot über 571 200 Euro. Der Gemeinderat entschied sich für das Pauschalangebot der Firma Schwall. Das teuerste Gebot hatte bei 824 000 Euro gelegen.

Bürgermeister Karl Hauler bewertete die Vergaben als günstig, zumal die Baupreise laut Kiesel während der beiden vergangenen Jahre um bis zu 20 Prozent gestiegen seien. Je nach Notwendigkeit werden in der Bühlstraße auch neue Hausanschlüsse verlegt, die jedoch von den Gebäudeeigentümern zu bezahlen sind. Mit ihnen werden Gespräche geführt. Bald wird mit den Arbeiten begonnen, Ende Oktober soll die Bühlstraße fertig sein.

Vertagt wurde die Entscheidung über die Art der Straßenbeleuchtung im neuen Baugebiet Kapellenäcker/Silberberg. Zwei Alternativen standen zur Auswahl. Beide Abstimmungen gingen mit vier zu vier Stimmen aus. "So ein Patt gab es in meinen 13 Jahren nicht", merkte Bürgermeister Hauler an. Weil drei Räte fehlten, soll erst entschieden werden, wenn das Gremium komplett ist.

Dies gilt auch für die Straßennamen im neuen Baugebiet. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den vorhandenen Weg zum Wald "Buchhaldenweg" zu nennen und für das Gebiet links davon den Flurnamen "Kapellenäcker" zu wählen. Damit waren die Räte einverstanden. Doch die Bezeichnung "Königstuhl" für die neue Ost-West-Erschließungsstraße und "Herzog-Welf-Straße" für den östlichen Weg, der später nach Norden hin das Gebiet umschließen wird, stieß auf geteilte Meinung. "Mit Königstuhl kann ich gar nichts anfangen und das wird den meisten Bürgern und Besuchern so ergehen", sagte Gemeinderat Rainer Haaga. Seine Kollegin Siglinde Hertenberger fand die Herzog-Welf-Straße unpassend für Rottenacker und regte Vogelnamen an oder die Fortsetzung der Komponisten vom Silberberg. Heinrich Dommer hingegen fand den Vorschlag gut. "Wir wollen mit den Namen an die Fürstentage sowie den schwäbischen Landtag im Jahr 1093 und damit an eine bedeutende geschichtliche Ära unserer Gemeinde erinnern", erklärte dazu der Bürgermeister. Wie Haaga plädierten jedoch auch Hertenberger und Friedrich Striebel dafür, das Thema zu vertagen, was einstimmig so beschlossen wurde.

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