Auch Riedlingen wird Nachhaltige Stadt

Nach Ehingen soll nun mit Riedlingen auch die zweite Stadt an der Donau und die dritte in Baden-Württemberg zur Nachhaltigen Stadt werden.

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Riedlinger Partner: Norbert Koch, Barbara Endriss, Dr. Dirk Mausbeck, Marcus Schafft, Dr. Heiko Schmid, Thomas Stäbler, Prof. Dr. Julia Sander. Foto: Privat

Riedlingen ist auf dem Weg zur Nachhaltigen Stadt. Der Startschuss für das nach Leutkirch und Ehingen dritte Projekt dieser Art landesweit und das erste im Kreis Biberach ist gefallen. "Effizient, emissionsgemindert und von der Bürgerschaft mitgestaltet" - so sieht die Energieversorgung der Zukunft für Bürgermeister Marcus Schafft aus, für den Riedlingen "mit Wasser, Biogas und Fotovoltaik bei den erneuerbaren Energien schon sehr gut aufgestellt" ist. Unterstützung erhält die Stadt von der ENBW mit ihren beiden Tochterunternehmen Netze BW und Erdgas Südwest, die das Strom- beziehungsweise das Gasnetz betreiben. ENBW-Vorstand Dr. Dirk Mausbeck sieht die Nachhaltige Stadt im Rahmen der Energiewende "nicht als Produkt, das man kauft, sondern als faszinierenden Weg, den man einschlägt".

Von diesem erwartet sich Landrat Dr. Heiko Schmid "wertvolle Impulse" für viele andere, den erneuerbaren Energien gegenüber aufgeschlossenen Kommunen im Kreis Biberach. Dass damit die Zahl der Teilnehmer gerade in Oberschwaben weiter steigt, erfreut auch OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss.

Im Herbst 2013 hatte der Riedlinger Gemeinderat die Teilnahme beschlossen. Anstöße in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung waren zuvor mit drei Fotovoltaikanlagen auch von der lokalen Bürgerenergiegenossenschaft ausgegangen, die beim Startschuss durch Vorstand Norbert Koch vertreten wurde. Auch die Hochschule Riedlingen soll in den Prozess eingebunden werden.

Seit dem Ratsbeschluss haben die Partner mit dem ENBW-Regionalzentrum Biberach viel Vorarbeit geleistet. Als erster Schritt wird mit dem Regionalzentrum Oberschwaben der ENBW eine umfangreiche, anonyme Befragung aller Riedlinger Haushalte vorbereitet. Mitte Juli folgt dann die Auftaktveranstaltung mit den Bürgern. Bis zum Jahresende soll ein Leitbild für die Gestaltung der Energiezukunft erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen werden.

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