Astrid-Lindgren-Schule in Ulm plant Kindergarten-Außengruppe in Ehingen

Die Ulmer Astrid-Lindgren-Schule für sprachbehinderte Kinder möchte in Ehingen eine Außengruppe ihres Kindergartens einrichten.

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Die Pläne sind weit gediehen, in den kommenden Wochen befassen sich die zuständigen Ausschüsse von Kreistag und Ulmer Gemeinderat mit dem Thema. Falls von ihnen grünes Licht kommt, wird die Astrid-Lindgren-Schule für Sprachbehinderte in Ulm zum kommenden Schuljahr in den Räumen des katholischen Kindergartens St. Franziskus in Ehingen eine Außengruppe ihres Schulkindergartens einrichten. Das bestätigten auf Nachfrage unserer Zeitung die Fachgebietsleiterin Schulen der Stadt Ulm, Susanne Knäuer, sowie Johannes Müller, Fachdienstleiter Schulen vom Landratsamt.

Im Raum Ehingen besucht nach Müllers Angaben zurzeit ein Großteil der sprachbehinderten Kinder einen Regelkindergarten und keine sprachpädagogische Einrichtung. "Für sie wollten wir ein spezielles Angebot schaffen", erklärt Müller den Hintergrund. Als der Kindergarten St. Franziskus davon erfuhr, dass die Lindgren-Schule Räume für eine Außengruppe sucht, sei man in Kontakt getreten, schildert Kirchenpfleger Peter Hecht, wie der Stein ins Rollen kam. "Schließlich haben wir Platz." Ein Mehrzweckraum stünde zur Verfügung.

Um dem Inklusionsgedanken gerecht zu werden, soll es Müller zufolge eine enge Kooperation zwischen Regelkindergarten und Sprachbehindertengruppe geben. Der Regelkindergarten könne zudem die Betreuung der behinderten Kinder in den Randzeiten sowie in den Schulferien übernehmen, in denen der Schulkindergarten geschlossen hat, sagt Hecht. Denn die vielen Ferien in den Schulkindergärten seien für manche Eltern ein Grund, ihr Kind nicht dort anzumelden.

"Die Außengruppe wäre eine Chance für den Raum Ehingen", findet Hecht, der zuversichtlich ist, dass genug Bedarf vorhanden ist. Auch Kornelia Welsch, Leiterin des Schmiechtalkindergartens, meint: "Für Ehingen und die Region ist das eine Bereicherung." Zwar habe auch ihr Kindergarten eine eigene Gruppe rein für Sprachbehinderte angeboten, doch die Nachfrage sei gering gewesen. Über die Gründe könne man nur spekulieren, meint Müller. Den Schmiechtalkindergarten besuchen Kinder mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung oder besonderem Förderbedarf. Möglicherweise hielten ihn deshalb Eltern eines rein sprachbehinderten Kindes nicht für den geeigneten Ort, vermutet Müller.

Welsch hat damit kein Problem. Das geplante neue Angebot der Lindgren-Schule biete zwei Vorteile: "Die sprachbehinderten Kinder hätten dort die Regelkinder als Sprachvorbilder ständig um sich. Und gleichzeitig würden sie täglich ganz gezielt gefördert." Denn dort seien in Sprachheilkunde ausgebildete Sonderpädagogen vor Ort.

Doch zuerst sind die Gremien am Zug: Das Thema steht am Montag, 23. Februar, im Ausschuss für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales des Kreistags und am Mittwoch, 11. März, im Ausschuss für Bildung und Soziales des Gemeinderats Ulm auf der Tagesordnung.

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Kommentare

13.02.2015 14:35 Uhr

was fehlt diesem Schmitz? ???

Wahrscheinlich sollte mer genauer fragen !: Wovor hat jener Schmitz eigentlich so massive Angst !!???

Guckst Du Zoombie !:

*--*
12.02.2015 12:28 Uhr
Andreas Schmitz

Behinderung der Nichtbehinderten

Es hat schon seinen Grund, warum die Nichtbehinderten Kinder getrennt von den Sprachbehinderten unterrichtet werden - sozusagen geschützt. Der Spracherwerb ist sehr schwierig, und man kann froh sein, wenn er ungestört abläuft - auch ungestört von den Sprach-Behinderten.

*--*
*-!-*

03.02.2015 10:50 Uhr
Andreas Schmitz

Auslandsaufenthalte sind Sch... - eben Mist!

Auslandsaufenthalt? Was soll denn so toll daran sein, Beziehungen und Freundschaften hinter sich zu lassen, sie durch die Entfernung zu zerstören, und in der Fremde zuerst dem Heimweh-Blues und dann der Depression zu erliegen - gut die Hälfte der Auslandsstudenten hat eine behandlungsbedürftige Depression!

Übrigens auch dann erneut, wenn sie wiederkommen und ihren neuen Auslands-Freund, ihre Auslands-Freundin, zurück lassen müssen.

So entstehen zerrissene und gestörte Biographien und Menschen.

NIcht zu empfehlen. Und was soll man denn im Ausland lernen? Ists da besser wie hier?

Dann sollten wir vielleicht alle gleich auswandern.

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Endlich-hin-und-weg-sein;art4329,3026026#kommentare
*-!-*

*--*

Was hier geplant ist, nennt sich Inclusion auf dem Rücken der Kinder. Schön für die Sprachschule, dass sie so lange Ferien macht. Und noch besser, dass der normale Kindergarten die Kinder dann abnimmt.

Ich würde mein Kind da sofort abmelden!!

(Andreas Schmitz
Behinderung der Nichtbehinderten)
*--*

-----

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant

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13.02.2015 01:20 Uhr

was fehlt diesem Schmitz?

es ist mir unverständlich, daß er pausenlos auf benachteiligte Menschen neidisch ist.
Kann es sein, daß er sich über Helferkreise für Flüchtlinge aufregt,
über Sammelaktionen für Plüschtiere für Überschwemmungsopfer,
über die Förderung körperbehinderter Kinder,
über ....?
Vielleicht könnte man dem Mann mal
nen Teddy zum Knuddeln
oder nen Tankgutschein
oder einen Gemüsekorb vom Tafelladen
oder ein Ständchen
... (bitte selber Ideen einsetzen)
schenken.

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13.02.2015 01:10 Uhr

Antwort auf „MIt den Fröschen quaken”

W. Dombrowski richtete seine Aufforderung sicherlich an Sie Herr Schmitz!

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12.02.2015 19:38 Uhr

MIt den Fröschen quaken

... Nun, das mit dem quaken ist sicher unpassend bei einem Artikel, der sich mit Sprachbehinderten beschäftigt. Ich bin sicher, Sie wollten das nicht.

Alles Gute für alle Kinder, und dass sich jedes Kind ungestört und bei bester Förderung entwickeln darf!

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12.02.2015 14:19 Uhr

Antwort auf „Behinderung der Nichtbehinderten”

Meine Bitte an Sie...

gehen Sie doch bitte mit den Fröschen quaken...

Sie würden den Menschen einen großen Dienst erweisen!

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12.02.2015 12:31 Uhr

Sprach-behinderte gehen den Behinderten aus dem Weg??

"Zwar habe auch ihr Kindergarten eine eigene Gruppe rein für Sprachbehinderte angeboten, doch die Nachfrage sei gering gewesen. Über die Gründe könne man nur spekulieren, meint Müller. Den Schmiechtalkindergarten besuchen Kinder mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung oder besonderem Förderbedarf. Möglicherweise hielten ihn deshalb Eltern eines rein sprachbehinderten Kindes nicht für den geeigneten Ort, vermutet Müller."

Ja, der Platz wäre der Richtige gewesen - viel Förderung, und die Schmiechtalschule macht einen sehr guten Job!! 3 bis 4 Schüler je Kind, das hat man in einer normalen Einrichtung nicht.

Aber heute muss ja alles auf Kosten der nichtbehinderten gehen.

Arme nichtbehinderte Kinder!

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12.02.2015 12:28 Uhr

Behinderung der Nichtbehinderten

Es hat schon seinen Grund, warum die Nichtbehinderten Kinder getrennt von den Sprachbehinderten unterrichtet werden - sozusagen geschützt. Der Spracherwerb ist sehr schwierig, und man kann froh sein, wenn er ungestört abläuft - auch ungestört von den Sprach-Behinderten.

Was hier geplant ist, nennt sich Inclusion auf dem Rücken der Kinder. Schön für die Sprachschule, dass sie so lange Ferien macht. Und noch besser, dass der normale Kindergarten die Kinder dann abnimmt.

Ich würde mein Kind da sofort abmelden!!

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