Arbeitskreis Migration besucht Kinderschutzbund

Die Arbeit des Kinderschutzbundes Ehingen stand am Donnerstag im Fokus eines Besuchs von Vertretern des Regierungspräsidiums Tübingen und des Arbeitskreises Migration des Alb-Donau-Kreises.

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Elke Kappler vom Regierungspräsidium Tübingen (Mitte) und Mitglieder des Arbeitskreises Migration ADK zu Besuch beim Kinderschutzbund.  Foto: 

Der Kinderschutzbund in Ehingen erfreut sich mit seinen Aktivitäten großer Beliebtheit. 43 Kinder seien derzeit auf der Liste für die Hausaufgabenbetreuung. "Das sind extrem viele", sagt Andrea Held. 20 bis 25 Kinder kommen täglich an den Nachmittagen. Viele von ihnen stammen aus Ländern wie Afghanistan, dem Iran und Irak, Albanien oder Griechenland und sprechen kein oder wenig Deutsch. Doch der Kinderschutzbund bietet mehr als Betreuung bei den Hausaufgaben. Die Kinder lernen etwas über gesunde Ernährung, studieren gemeinsam Theaterstücke ein und lernen spielerisch Deutsch.

Am Donnerstag bekam der Ehinger Kinderschutzbund Besuch vom Arbeitskreis Migration Alb-Donau-Kreis und Elke Kappler vom Regierungspräsidium Tübingen. Hintergrund für den Besuch ist die Frage nach der Verteilung der Landesmittel für Integrationsförderung. Seit Juli vergangenen Jahres gibt es hierfür eine neue Verwaltungsvorschrift. Eine Jury mit Vertretern des Regierungspräsidiums, der Wissenschaft, der Migranten, der Kommunalverbände, des Landtags und Städtetags und des Ministeriums für Integration entscheidet darüber.

Andrea Schilling berichtete über ihre Arbeit in der Sprachförderung. Sowohl von den Kindern als auch von deren Eltern komme viel zurück: "Die Eltern sind dankbar, dass ihre Kinder hier aufgehoben sind, einen Zugang zur deutschen Sprache und Kultur bekommen", sagte Schilling. Bei der Arbeit des Vereins werden auch Eltern mit einbezogen. "Wir wollen als Ansprechpartner fungieren", betonte Andrea Held. Monatlich werden etwa Veranstaltungen für Eltern angeboten, Feste werden gemeinsam vorbereitet. "Wir sind ein Bindeglied in der Gesellschaft", sagte Andrea Held. Elke Kappler betonte, dass die Teilhabe der Eltern am Bildungsweg ihrer Kinder sehr wichtig sei.

Ilona Gröninger wies darauf hin, dass der Kinderschutzbund dringend eine Fachkraft braucht. Häufig kämen die Kinder aus Problemfamilien, haben Schlimmes erlebt und brauchen eine spezielle Betreuung. "Ziel ist es, eine 50-Prozent-Stelle für einen Sozialpädagogen zu bekommen", sagte Gröninger. Sie selbst hört zum 1. Februar in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Ehingen auf.

Der Kinderschutzbund wird mit Zuschüssen der Stadt, des Alb-Donau-Kreises, mit Landesmitteln und Spenden finanziert. Einen Teil der Finanzierung steuern die Einnahmen aus dem Kleidermarkt bei.

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