Altheimer Gemeinderat informiert über Wahl

In Altheim werden noch Interessenten gesucht, die im Fall einer Wahl das Amt eines Gemeinderats übernehmen. Josef Wetzel und Karl-Dieter Mayer stellen sich nicht mehr als Gemeinderäte zur Verfügung.

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  • Bürgermeister Robert Rewitz (am Pult) sprach über künftige Aufgaben. Die Räte Karl-Dieter Mayer und Josef Wetzel stehen nicht mehr zur Verfügung (von links); Ralph Moll, Gerhard Kottmann, Georg Moll und Jürgen Kottmann jedoch schon. 1/2
    Bürgermeister Robert Rewitz (am Pult) sprach über künftige Aufgaben. Die Räte Karl-Dieter Mayer und Josef Wetzel stehen nicht mehr zur Verfügung (von links); Ralph Moll, Gerhard Kottmann, Georg Moll und Jürgen Kottmann jedoch schon.
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Sechs würden weitermachen, zwei stehen nicht mehr zur Verfügung: Mit der Kommunalwahl steht im Altheimer Gemeinderat wieder ein Wechsel bevor. Da es in dem Ort für die Wahl des Gemeinderats keine Vorschlagsliste gibt, gilt die Mehrheitswahl: Gewählt werden kann jeder wählbare Altheimer.

Weil sich aber in diesem Fall die Stimmen sehr breit splitten würden, wird stets eine unverbindliche Empfehlungsliste erstellt. Wer auf dieser steht, erklärt sich bereit, im Falle einer Wahl das Amt eines Gemeinderats anzunehmen. Bei der am Montagabend mit gut 40 Gästen gut besuchten Infoveranstaltung im Bürgerhaus erklärten sich zunächst die amtierenden Gemeinderäte. Sowohl Bürgermeister-Vize Gerhard Kottmann als auch Ralph Moll, Albert Steinle, Georg Moll, Jürgen Kottmann und Bernhard Fuchs (Letzterer war an dem Abend nicht anwesend) sind bereit, erneut das Amt anzunehmen.

Josef Wetzel und Karl-Dieter Mayer stehen nicht mehr zur Verfügung. Er sei in einem Alter, "wo man den Jungen etwas überlassen sollte", sagte Wetzel, der seit mehr als 30 Jahren Gemeinderat ist. Mayer ist seit 20 Jahren im Rat. Kottmann lobte den Erfahrungsschatz der beiden, von dem das Gremium stets habe profitieren können.

Acht Sitze sind im Altheimer Gemeinderat zu vergeben, sechs bisherige Räte machen weiter. Lediglich ein Interessent - Jürgen Wetzel - erklärte sich bereit, im Fall einer Wahl Gemeinderat zu werden. Alexa Schwendt, Stefanie Guter und Thomas Schmid, die in der Versammlung vorgeschlagen wurden, baten sich Bedenkzeit aus. "Wir haben immer noch keine Frau im Gemeinderat", sagte Kottmann und appellierte: "Kommt zu uns, bei uns kann mans aushalten." Bis Donnerstag können sich am Amt Interessierte noch bei Gerhard Kottmann melden, Telefon: (07391) 71777. Die unverbindliche Empfehlung soll zum Wochenende verteilt werden. Die Altheimer müssen dann auf dem pinkfarbenen Stimmzettel handschriftlich eintragen, wen sie wählen.

Bürgermeister Robert Rewitz informierte zunächst über die Wahlmodalitäten und ging dann auf die Projekte ein, die in den vergangenen fünf Jahren in Altheim umgesetzt wurden. Das Aufgabenfeld sei sehr breit gewesen, 1,803 Millionen Euro seien in den Jahren 2009 bis 2013 investiert worden. Davon sei mehr als eine Million Euro in Bauprojekte gesteckt worden. Straßen wurden saniert, das Umfeld des Bürgerhauses neu gestaltet, mit der Sanierung der Straßenbeleuchtung begonnen, Bauplätze geschaffen, Kanäle erneuert. Der Gemeinderat sei schon immer verantwortungsbewusst mit Geld umgegangen und habe sich nie zu Luxus-Investitionen hinreißen lassen.

Zu knabbern hatte Altheim an den niedrigen Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Bis zu einer Million pro Jahr seien hier früher normal gewesen, sagte der Bürgermeister. Für die kommenden Jahre müsse man nun im Schnitt von 50 000 Euro Gewerbesteuer-Einnahmen ausgehen.

Viele Jahre habe man gerade noch so ohne einen Kredit auskommen können. Doch in diesem Jahr ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestbestand der Rücklage erreicht, die Gemeinde musste ein Darlehen aufnehmen. Der Schuldenstand liegt bei 279 000 Euro.

Rewitz umriss die Vorhaben, die in Zukunft anstehen. Der Neubau eines Rathauses samt Aussegnungshalle falle zwar momentan in die Rubrik Wünsche, doch Pläne gibt es schon. Das Thema Abwasserbeseitigung - "ein mühsames und fürchterlich teures Geschäft" - stehe an. Entweder müsse die Kläranlage saniert werden oder über einen Anschluss an eine andere Anlage nachgedacht werden. Weiter soll die Parkplatzsituation am Bürgerhaus geändert werden, der Platz gehöre näher ans Haus. Weitere Aufgaben seien, sich um die Versorgung von Senioren zu kümmern, Platz für junge Familien zu bieten, die Dorfentwicklung weiter voranzutreiben und den Landfrauenverein wiederzubeleben. Rewitz: "Es bleibt einiges zu tun."

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