Alles neu am Groggensee

Vor 25 Jahren berichtete die Zeitung über die Pläne für den Groggensee und über Waffenverkäufe auf dem Ehinger Trödelmarkt. Vor 50 Jahren ging es um einen Brand sowie um das Schelklinger Altersheim.

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Vor 25 Jahren beriet der Ehinger Gemeinderat über eine Neugestaltung der Anlage am Groggensee.  Foto: 
Was wird aus der Anlage am Groggensee? Mit dieser Frage befasste sich der Ehinger Gemeinderat und verabschiedete schließlich ein Grünplanungskonzept. Dieses sah unter anderem eine neue Wegeführung, einen neuen Schmiech-Arm, einen Duftgarten und einen vergrößerten Spielplatz vor. Nötig geworden war das Grünplanungskonzept wegen der Tangente, der Verbindung zwischen Pfisterstraße und Ulmer Straße entlang des Schmiechgrabens. Vor 25 Jahren gab es diese Verbindung noch nicht, und die Straße könne erst gebaut werden, wenn klar sei, wie die Anlage am Groggensee gestaltet werde, berichtete die Zeitung. Mit dem Baubeginn sei aber nicht vor dem Herbst 1992 zu rechnen, hieß es weiter.

In Rottenacker wurde der Hochwasserschutz für das Gebiet südlich der Donau verbessert. Wie in der Zeitung zu lesen war, sollten die Häuser entlang der Kirchbierlinger Straße und an deren Nebenstraßen besser geschützt werden. Das Land investierte 1,5 Millionen Mark in das Vorhaben. Unter anderem war der Damm erhöht und mit schweren Flusssteinen befestigt worden.

Ein weiteres Thema in Rottenacker war das Wehr. Die Anlage gehe ihrem Ende entgegen, hieß es. Die ersten Teile der einst massiven und wuchtigen Anlage waren abgebrochen. Die zuständigen Behörden forderten eine sofortige Instandsetzung. Ob der Besitzer dieser Aufforderung aber nachkommen würde, war ziemlich ungewiss.

Für Schlagzeilen sorgte ein Stand auf dem Ehinger Trödelmarkt: Dort wurden Karabiner, Gewehre, Bajonette, Pistolen und Patronen jedes Kalibers angeboten. Während des Marktbetriebs hatten sich aber weder das Ordnungsamt noch die Politessen an dem ungewöhnlichen Angebot gestoßen. Im Nachhinein wurde die Polizei aber aktiv und überprüfte den Händler. Die Beamten kamen zu dem Schluss, dass der Mann nur Waffen verkauft hatte, die zuvor unbrauchbar gemacht worden waren. Und auch die Patronenhülsen waren leer gewesen.

Da die Kosten für die neue Grund- und Hauptschule in Oberstadion mittlerweile auf 7,03 Millionen Mark gestiegen waren, sollte der Bau des Parkplatzes zurückgestellt werden. Die Parkmöglichkeiten würden weitere 150 000 Mark kosten, hieß es. Gespart werden sollte auch am Mobiliar; bereits vorhandene Möbel sollten weiter genutzt werden. Das Gebäude sollte nach den Sommerferien seiner Bestimmung übergeben werden.

 

Vor 50 Jahren

In der Ehinger Stadtpfarrkirche fand nach 15 Monaten Pause zum ersten Mal wieder ein Gottesdienst statt. Die Kirche war umfangreich saniert worden und hatte auch einen neuen Altar erhalten, der vom Bischof der Diözese, Dr. Carl Joseph Leiprecht, geweiht wurde. Der Volksaltar, gut sichtbar mittig platziert, solle daran erinnern, dass eine Zeit angebrochen sei, in der es neu zu verstehen gelte, dass die Gläubigen Volk Gottes sind, sagte der Bischof.

Viel Lob gab es für das Schelklinger Altersheim, das Bürgerheim St. Ulrich. Es habe längst Bedeutung über die Grenzen der Stadt Schelklingen hinaus gewonnen, war zu lesen. „Die Pflegekosten dieses erstklassigen Heims liegen übrigens noch unter dem Satz, der für Heime dieser Klasse mit fließend Wasser und Zentralheizung sonst verlangt werden dürfte“, hieß es weiter. Die Plätze waren alle belegt. Wegen des Heimes wurden einige SPD-Abgeordnete beim Innenministerium vorstellig, sie baten um mehr staatliche Förderung der Einrichtung, die von der Stadt Schelklingen zu 90 Prozent finanziert worden war. Derzeit wird das Gebäude bekanntlich zum Hotel „HGS 3“ umgebaut.

Ein Großbrand vernichtete in Tiefenhülen einen Stall, eine Scheune und eine Gerätehalle. Das Feuer wurde von der erwachsenen Tochter bemerkt; die Landwirtsfamilie selbst war nicht zu Haus. Die Besatzung eines vorbeifahrenden Polizeiautos konnte den Kreislöschzug in Ehingen alarmieren, der bald darauf mit drei Fahrzeugen ausrückte. Auch die Feuerwehrmänner aus Frankenhofen und Tiefenhülen waren im Einsatz. Dennoch konnten sie nichts retten; Scheune und Stall brannten bis auf die Grundmauern nieder. Dabei wurde fast die gesamte Heuernte vernichtet. Das Vieh hatte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden können. Der Schaden wurde auf 100 000 Mark geschätzt. Vermutlich infolge des Funkenflugs brach einige Stunden später in einem benachbarten Heustock ein Feuer aus, das jedoch rasch gelöscht werden konnte. jb

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