Allerheiligen: Gedenken und Fürbitten

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Pfarrer Thomas Pitour mit Ministranten bei der Gräbersegnung an Allerheiligen in Munderkingen.  Foto: 

Der Nebel war verschwunden, die Sonne strahlte über dem Friedhof, als Bläser der Stadtkapelle an Allerheiligen die Andacht der katholischen Kirchengemeinde zur Gräbersegnung musikalisch eröffneten. Pfarrer Thomas Pitour begrüßte die Menschen, die an Allerheiligen gekommen sind. Zum Leben gehöre unausweichlich das Sterben, sagte der Seelsorger und fügte an: "Wir wissen nicht, wann, wo und wie es passiert, aber wir hoffen, dass wir über den Tod hinaus miteinander verbunden sind." Nach Lesungen aus dem Römerbrief und dem Johannes-Evangelium sowie gemeinsamen Gebeten schloss der Pfarrer in das Gedenken an die Verstorbenen auch die Toten der Kriege ein, die Opfer von Unruhen und Gewalt, von Hunger und Seuchen, von Unmenschlichkeit, des Verkehrs und der Technik. Mit Fürbitten und dem "Vater unser" wurde die Andacht beschlossen, der eine Segnung der liebevoll geschmückten Gräber folgte.

Der Besuch der Gräber war bei den milden Temperaturen diesmal ausgedehnt. Man nahm sich Zeit zu Begegnungen. Bürger, die das Kriegerdenkmal, den seit 2008 nahe der Gottesackerkapelle liegenden steinernen Soldaten vermissten, wurden von Friedhofbesuchern informiert, dass der Soldat an neuer Stelle wieder aufgestellt wird: Der Sockel sei neben den Gedenksteinen für die Opfer beider Weltkriege bereits betoniert. Sponsoren würden die Ksten übernehmen.

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