Akzent in der Ortsmitte: Neues Wohn- und Geschäftshaus in Obermarchtal

Ein neues markantes Bauwerk verändert das Bild in der Ortsmitte von Obermarchtal. Wo einst altes Gemäuer stand, rückt nun ein neues Objekt, ein Wohn- und Geschäftshaus, in den Blickpunkt.

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Dieter Löffler hat in Obermarchtal ein großes Haus gebaut. Foto: Doris Moser

"Bis zum 1. November soll der Neubau bezugsfertig sein", umreißt Dieter Löffler den Zeitplan für sein Projekt. An der Sebastian-Sailer-Straße in Obermarchtal entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Löffler wird sich dort mit seinem Betrieb für Heizung, Sanitär und Solar niederlassen, ferner gehören vier Wohnungen zum Gebäude. Der Geschäftsmann ist guter Dinge, dass die Arbeiten pünktlich fertig werden und sich auch den Kostenrahmen von rund 800 000 Euro einhalten lässt.

Ursprünglich hatte er auf eine Förderung über das "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum" (ELR) gehofft, doch sein Antrag wurde abgelehnt. "Dafür konnte ich nun so bauen, wie ich es mir vorgestellt hatte, ohne die entsprechenden Vorgaben", gewinnt Dieter Löffler der Situation einen positiven Aspekt ab.

Vor 13 Jahren hatte der jetzt 46-Jährige den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit gewagt - damals als Einzelkämpfer in einem älteren Anwesen in der Sebastian-Sailer-Straße, das er anmietete. Dort ist es nun zu eng geworden, denn mittlerweile sind außer dem Chef auch zwei Mitarbeiter beschäftigt. Nun bot sich die Gelegenheit, nebenan ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben, und Löffler griff zu. Dort wird nun das neue Haus gebaut. "Die Zeit ist günstig. Das Geschäft floriert und die Zinsen auf einem absoluten Tiefpunkt", sagt der Bauherr.

Im Januar startete der Neubau, bis spätestens November soll alles fertig sein, zu diesem Termin ziehen auch die Mieter ein. Im Untergeschoss wird die Werkstatt eingerichtet, ferner das Büro, Räume für die Mitarbeiter und eine kleine Einliegerwohnung. In der ersten Etage zieht der Chef mit seiner Familie ein, in den beiden oberen Stockwerken finden drei Wohnungen Platz - mit zwei, drei und vier Zimmern. Alle haben laut Bauherr einen Balkon und gehobene Ausstattung.

Energetisch bewege sich das Projekt auf höchstem Niveau, eine Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer Solaranlage und einem 3000-Liter-Pufferspeicher für Warmwasser stellen die Versorgung sicher. "Es gibt nicht mal einen Kamin", weist Löffler auf den hohen Umweltstandard hin. Er hat die Aufträge fast ausschließlich an Unternehmen aus der Region vergeben und damit gute Erfahrungen gemacht. Auch von der Gemeinde fühlt er sich unterstützt.

Es beschäftigt den Unternehmer jedoch erheblich, dass sich trotz intensiver Bemühungen kein Jugendlicher findet, der bei ihm eine Lehre absolvieren will. "Ich würde gerne ausbilden, schließlich braucht das Handwerk auch in Zukunft Fachkräfte, doch es kommt keine Resonanz", bedauert Dieter Löffler.

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