Abriss später

Das DRK-Heim in Ehingen bleibt noch zwei Jahre stehen. In dieser Zeit sollen Rücklagen erhöht werden. Gebraucht wird rund eine Million Euro.

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Der Abriss des Rot-Kreuz-Heims am Mühlweg in Ehingen wird um zwei Jahre verschoben. Die Spitze des DRK-Kreisverbands hat am Montagabend in Ulm entschieden, bis dahin die Rücklagen zu erhöhen, damit der rund eine Million Euro teure Neubau besser finanziert werden kann. Die Kosten teilen sich Kreisverband und Ortsverein Ehingen, wobei Ehingen rund 250 000 Euro beisteuern wird. Gleichzeitig wurde das Architektenbüro von Berthold Braunger und Marcus Wörtz in Ulm beauftragt, bis voraussichtlich Jahresende eine baureife Planung für ein eingeschossiges Gebäude mit rund 500 Quadratmetern Fläche (inklusive fünf Garagen) vorzulegen.

Schon bei der Hauptversammlung des Ortsvereins am 20. April war bekannt geworden, dass eine Sanierung des bestehenden Heims aus den 60er Jahren teurer käme als ein Neubau. Das hat vor allem mit dem Baugrund zu tun, wie gestern der DRK-Kreisvorsitzende Dr. Götz Hartung erklärte. Das sei Schwemmland, die Gebäude bräuchten deshalb Pfahlgründungen und das gehe am besten beim Neubau. Entsprechendes gilt für die energetische Sanierung; die hohen Betriebskosten und der fehlende barrierenfreie Zugang sind nach Angaben des Ehinger Vorsitzenden Alexander Baumann für den Ortsverein die zentralen Punkte, die es zu verbessern gelte.

Baumann, der bei der Sitzung am Montag von seinem Vize Landrat Heinz Seiffert vertreten wurde, kann mit der jetzt gefundenen Lösung gut leben. Ursprünglich war der OB davon ausgegangen, dass noch in diesem Jahr abgebrochen wird, die Verschiebung auf Wunsch des Kreisverbands verschafft aber auch dem Ortsverein Zeit und Spielraum: Dieser hat nach dem Kassenbericht von Richard Frank bisher knapp 100 000 Euro in Rücklagen, die für den Neubau verwendet werden können. Nun geht es nach Angaben Baumanns darum zu prüfen, in welchem Ausmaß Eigenleistungen möglich sind und was an zusätzlichen Mitteln bis zum voraussichtlichen Baubeginn im Frühjahr 2014 noch angespart werden kann.

Kreisverband und Ortsverein nutzen das DRK-Heim im Verhältnis von zwei zu einem Drittel. Der eingeschossige Bau, der nach Ansicht Hartungs gut zur neuen Rettungswache passt und dem Roten Kreuz insgesamt am Standort Ehingen eine gute Außenwirkung gibt, wird so geplant, dass er im Innern eine flexible Raumaufteilung hat und bei späterem Bedarf auch nach außen erweiterbar ist.

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