Vom Kachelofen zum Komposter

Ehingen.  Von Regenschauern unter- brochen war gestern der verkaufsoffene Sonntag. Bei der Messe "Haus, Heim, Garten" konnte man sich in der Lindenhalle informieren, zuschauen, spielen und natürlich essen.

"Es haben sich alle angestrengt", freute sich Messe-Organisator Wolfgang Rothenbacher zufrieden bei der Ausstellungseröffnung der Messe "Haus, Heim, Garten" in der Lindenhalle. Alle Messeplätze waren belegt und sogar das letzte Eckchen wurde kurzfristig für einen Plakatständer genutzt.

Oberbürgermeister Johann Krieger dankte dem Organisator, dass er es verstehe, "so viele verschiedene" Aussteller unter einem Dach zu vereinen. Das Rückgrat der Wirtschaft sei die mittelständische Potenz, meinte der OB beim Empfang zur Eröffnung. An den CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub wandte er sich mit der Bitte, er möge sich dafür einsetzen, dass die Gewerbesteuer in der bisherigen Form erhalten bleibe. Unternehmenspolitik sei Arbeitnehmerpolitik. Ehingen habe ein offenes Ohr und eine offene Hand für Unternehmen.

Die 2009 neu eingeführten Vorträge wurden auch dieses Jahr fortgeführt. Informationen gab es vor allem zu Pellets, Photovoltaik und Zuschüsse zu Solaranlagen. Erstmals hatten ausstellende Firmen Patenschaften für Schulen übernommen. Eltern und Kinder der betreffenden Schulen, die kleine Bons am jeweiligen Messestand abgaben, verhalfen ihrer Klasse zu einem 100-Euro-Zuschuss für die Klassenkasse. Schon kurz nach 9 Uhr hatten Kinder bei der Schreinerei Kiem die Bons abgegeben. In der Messe war an zwei Tagen wieder alles zu sehen, was in Haus und Garten nützlich und schön ist. Edelstahlgeländer, Sitzgruppen, Komposter, Tapeten und Heizsysteme konnten begutachtet werden. Meist zu zweit oder als Familie schlenderten die Besucher durch die Lindenhalle und ließen sich inspirieren. Aber auch Dienstleister wie die Sozialstation oder heimische Brauereien machten auf sich aufmerksam.

Der gestrige Sonntag gehörte dann den Freiluft-Veranstaltungen, die es jedoch teilweise etwas verregnete. Dann flüchteten die Menschen kurzfristig vom Marktplatz, der wieder mit Autos für jeden Geldbeutel und Geschmack bestückt war. Gerade bei drohender Nässe blieb man in den Hallen der Lackiererei Ott ganz gelassen. Dort fanden die Aktionen wie Oldtimer-Show, Bewirtung, Tanzvorführung der Dämonengruppe und der musikalische Frühschoppen unter dem schützenden Hallendach statt. Die Firmen Ott, Kuhn, Banderitsch, Reichle und der "Schwanen" haben sich seit ein paar Jahren zusammengetan und stellen reihum auf den jeweiligen Firmengelände aus. Wobei sich die Betriebe in der Lackiererei am meisten ausbreiten dürfen.

Auch für Kinder war wieder viel Programm geboten. Spazierfahrten mit der Pferdekutsche, Glücksräder, Gewinnspiele und auch das Probesitzen in den Karossen machte den Jüngsten Spaß. Erstmals arbeitete der Studienkreis mit dem Jugendhaus zusammen und organisierte in seinen Räumen Auftritte der Breakdance-Gruppe Melting-Pot-Crew. Die Betreuer hatten Lern- und Spaßspiele bereit gestellt. "Der Kostenbeitrag aus unserem Osterkurs Konzentrationsübungen geht als Spende an das Jugendhaus", berichtete die Leiterin Ingrid Eisele.


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Autor: CHRISTINA KIRSCH | 22.03.2010

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