Solidarität mit der Bundeswehr

Ehingen.  Bundeswehrrekruten legen am 5. Mai ihr Gelöbnis in Ehingen ab. Die Solidarität mit der Bundeswehr solle zum Ausdruck gebracht werden, meinte OB Johann Krieger in der Hauptversammlung der Bürgerwache.

Stolz ist Oberbürgermeister Johann Krieger, dass die Ehinger Bürgerwache mit 209 Aktiven die größte im Landesverband der historischen Bürgerwehren und Stadtgarden in Südwürttemberg-Hohenzollern ist. Das sagte er während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Gasthof Adler.

Seit 1995 sei Harald Neu der Landeskommandant und in Ehingen seien auch das Landesarchiv und -museum angesiedelt. Zuvor hatten die 140 Wahlberechtigten Neu bei elf Enthaltungen als Kommandanten der Bürgerwache für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Seit 20 Jahren steht er an ihrer Spitze.

In seiner Rückschau zollte der Oberst allen Lob und Dank, die ihn darin unterstützt haben, die inzwischen 784 Mitglieder zählende Bürgerwache weiter auszubauen und Bauvorhaben am Schießstand, der Waffenkammer und am Schrottplatz umzusetzen. Bei Staatsempfängen und großen Anlässen, wie gestern bei der Verabschiedung des früheren Ministerpräsidenten Günther Oettinger in Stuttgart, ist die Ehinger Bürgerwache dabei, oft in voller Stärke oder aber mit Fahnenabordnungen, listete Neu auf.

Das erste große Ereignis für die Bürgerwache wird in diesem Jahr das Gelöbnis am Mittwoch, 5. Mai, 18 Uhr, auf dem Ehinger Marktplatz sein. Die Stadtsoldaten bewirten auf dem Kirchhof, beim Gelöbnis treten sie mit an. Der OB hofft, dass viele Ehinger mit dabei sind und alle "gemeinsam die Solidarität mit der Bundeswehr zum Ausdruck bringen". Seinen Stolz auf die Bürgerwache untermauerte Krieger mit seiner Spende "zwei Bier für jeden Versammlungsbesucher". Harald Neu fügte ein weiteres hinzu.

Kassier Karl Bayer gab nach 18 Jahren Tätigkeit sein Amt an Michael Gerdes ab und übergab einen Kassenstand von 45 089 Euro. In dem Betrag enthalten sind rund 10 000 Euro Erlös des Schrottsammel-Kommandos, das 1425 Stunden aktiv war und 132 Tonnen gesammelt hat. 21 312 Euro wurden für Uniformen, Instrumente und Ausrüstung ausgegeben. Hermann Pohl und Roland Stohr halten die Waffen instand, Schneiderin Anna Wiedmaier kümmert sich um die Uniformen und Berthold Wiedemann organisiert die Arbeitseinsätze am Schießstand. Schriftführer Sven Hannuschka wurde in seinem Amt ebenso bestätigt wie Lothar Szesny als Vertreter der passiven Mitglieder. Siegfried Häring geht nach 28 Jahren als Mann für alle Fälle, vor allem für den Zeltaufbau, in den Ruhestand. Der stellvertretende Kommandant Dietmar Sommer, der ebenfalls wieder gewählt wurde, dankte Neu für dessen Arbeit. Nach fünf Jahren Pause wurden Mitglieder geehrt. Begeisterten Applaus, im Stehen gespendet, gab es für Karl Fähnle, der seit 1960 aktiv ist. Er bekam einen Geschenkkorb. Öffentlich ausgezeichnet wird er beim Großen Zapfenstreich am Vorabend von Fronleichnam.


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Autor: INGEBORG BURKHARDT | 22.03.2010

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