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Sorgen an den Werkrealschulen

Die Gemeinschaftsschulen etablieren sich im Alb-Donau-Kreis, während nur noch wenige Werkrealschulen eine fünfte Klasse bilden können.

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Die neuen Gemeinschaftsschulen im Kreis haben einen sehr guten Start hingelegt, die bestehenen konnten bei den Schülerzahlen leicht zulegen. "Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. Alle haben eine stabile Zweizügigkeit", sagt Wolfgang Mäder, Leiter des Schulamts Biberach. Die Blautopf-Schule Blaubeuren und die Längenfeldschule in Ehingen konnten die Eltern offensichtlich von ihrem Konzept überzeugen. "Die Freude ist riesig", sagt Schulleiter Thomas Hilsenbeck in Blaubeuren: "Wir hätten nicht gedacht, dass das Vertrauen schon im ersten Jahr so groß ist." 41 Kinder wurden angemeldet. Im vergangenen Jahr hatte man nur 16 Fünftklässler begrüßen können, damals noch als Werkrealschule. 40 Prozent der Neulinge kommen aus dem eigenen Haus, das ganzheitliche Konzept greift von Klasse 1 an. Kollege Max Weber von der Ehinger Längenfeldschule spricht von einer "perfekten Punktlandung": 50 Anmeldungen sind mehr als erwartet.

Bestehende Gemeinschaftsschulen melden stabile (Staig) oder leicht steigende Anmeldezahlen (Schillerschule Erbach, Dietenheim und Lonsee-Amstetten).

Stabilität auch bei den Realschulen: "Im Schnitt haben wir eine leichte Erhöhung", stellt Wolfgang Mäder fest. Beispiel Erbach: "Unser Ziel war es, drei Klassen zu bilden können. Das haben wir geschafft", sagt Realschulleiter Volker Knaupp, der offensiv mit dem Slogan "Wir können G 9" für den Weg über Realschule und berufliches Gymnasium zum Abitur geworben hatte. Jutta Braisch, Rektorin der Realschule in Munderkingen, erklärt steigende Schülerzahlen (jetzt 83, nach 74 und 65 in den beiden Jahren zuvor) mit der Perspektive Schulverbund, die jetzt beschlossen sei. In Ehingen hat Paul Geiselhart wie im Vorjahr etwas mehr als 100 Anmeldungen und damit vier fünfte Klassen.

Weiter eingebrochen sind dagegen die Zahlen bei den Werkrealschulen. "Nach jetzigem Stand kann an 11 der 14 Schulen keine fünfte Klasse gebildet werden", sagt Mäder. An weiteren Schulen reicht es nicht einmal zu einer gemischten Klasse 5/6. "Klassen über drei Jahrgänge empfehlen wir grundsätzlich nicht", sagt Mäder vorsichtig. Es werde Gespräche mit den betroffenen Schulen und Schulträgern geben, die zum Großteil aber ohnehin schon liefen.

Dagmar Fuhr von der Michel-Buck-Schule in Ehingen hat die Hoffnung, dass sich die Zahl von jetzt 12 Anmeldungen bis zum Sommer durch Nachzügler noch auf die 16 erhöht, die für eine fünfte Klasse notwendig sind. "Ich bin da zuversichtlich", sagt die Rektorin, die das aus den Vorjahren kennt.

Zu den Schulen mit wenig Anmeldungen gehören auch Allmendingen (10) und Schelklingen (9). An der Heinrich-Kaim-Schule gehören jahrgangsgemischte Klassen aber seit Jahren zum Schulprofil, und weil es aktuell 17 Fünftklässler gibt, sieht Schulleiter Jürgen Haas zunächst keine Gefahr. Kämen noch drei Nachzügler dazu, könnten bei 29 Schülern sogar zwei Eingangsklassen 5/6 gebildet werden.

Schlecht sind die Perspektiven für die Werkrealschulen in Oberstadion (6 Anmeldungen) und Kirchbierlingen (5). Hier reichen auch die Zahlen der jetzigen Fünftklässler nicht aus, um für gemeinsame Klassen 5/6 die erforderliche Mindestgröße zu erreichen. Und Kombinationsklassen über drei Jahrgänge soll es, wie Mäder gesagt hat, ja nicht geben.

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