Geld für die Traumaforschung

Ulm. Die Universität richtet ein Zentrum für Traumaforschung ein (wir berichteten). Dessen Aufbau finanziert das Land in den nächsten sechs Jahren mit insgesamt 3 Millionen Euro, die Uni gibt 1,3 Millionen Euro dazu.

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Ulm. Die Universität richtet ein Zentrum für Traumaforschung ein (wir berichteten). Dessen Aufbau finanziert das Land in den nächsten sechs Jahren mit insgesamt 3 Millionen Euro, die Uni gibt 1,3 Millionen Euro dazu. Die Landesmittel fließen in die Finanzierung von zwei Professuren sowie deren Sach- und Personalausstattung.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) übergab gestern in Ulm einen entsprechenden Förderscheck an Vertreter der Uni und begründete die Förderentscheidung: "Die Traumaforschung in Ulm gilt national und international als herausragend. Diese Kompetenz wollen wir stärken." Laut Bauer erleidet pro Jahr in Deutschland fast jeder zehnte Mensch ein Trauma aufgrund eines Unfalls. Behandlung und Rehabilitation kosteten rund 40 Milliarden Euro. Auch angesichts der "noch immer erschreckend hohen Zahlen" von Gewalt zum Beispiel gegenüber Kindern oder angesichts der Opfer von Terror und Krieg müsse alles unternommen werden, um körperliche und seelische Verletzungen besser behandeln zu können.

Ziel des Zentrums sei es, die komplexen Schädigungsmechanismen der eng zusammenhängenden körperlichen und seelischen Traumata besser zu verstehen, neue Therapieformen zu entwickeln und Langzeitschäden zu verringern, so die Ministerin.

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