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Blumen aus dem Pfarrgarten

Sechs Munderkinger Frauen sehen es als schöne Aufgabe an, die sieben Altäre in der St. Dionysiuskirche zu schmücken. Nun suchen sie Verstärkung.

DORIS MOSER |

Munderkingen - Jeden Samstagvormittag erledigen sechs Frauen einige Stunden lang eine gemeinsame Aufgabe. Monika Spranz, Christa Braisch, Waltraud Jaumann, Agnes Mayer, Gabi Dicknöther und Hildegard Hrudzik schmücken die sieben Altäre in der Munderkinger Pfarrkirche St. Dionysius mit Blumen der Jahreszeit. "Das ist eine schöne Aufgabe und wir machen es gerne, doch wären wir einige Frauen mehr, könnte die eine oder andere von uns auch mal samstags frei haben", erklärt Monika Spranz ihr Anliegen, das Blumenschmuckteam zu vergrößern. Dabei schneidet sie Sonnenblumen zurecht für den aktuellen Altarschmuck.

Zuerst werden die Gestecke der vorigen Woche weggeräumt, das waren Malven und Hortensien der Farbe pink. Aktuell ist Gelb angesagt, mit dieser Farbe und diesen Blumen kündigt sich ein erster Hauch Herbst an. Zu den markanten Sonnenblumen werden kleines Sonnenkraut, Goldrute, Fetthenne und weißer Flachs sowie Dahlien gesteckt. Blätter vom Wilden Wein, Efeu und Schleierkraut dienen als auflockerndes Beiwerk.

Wie jede Woche haben Irmgard und Dieter Kneer mit Monika Spranz die Blumen im Pfarrgarten geschnitten und in Wassereimern in die Kirche gestellt, so kann das Blumenschmuckteam gleich zur Arbeit gehen am Samstag.

Kneers und Monika Spranz pflegen regelmäßig den Pfarrgarten, der ein Vermächtnis von Pfarrer Ulrich Steck ist. Er hat ihn mit etlichen Helfern zu einem Schmuckstück gestaltet, nachdem Steck vor mehr als zehn Jahren von Heidenheim nach Munderkingen kam und den damals verwilderten Garten als Kleinod entdeckte. Nun ist Pfarrer Steck seit vorigem Jahr weg, der Garten werde aber in Ehren gehalten, betont Monika Spranz. Jede Woche wird einen Nachmittag lang im Garten gearbeitet. "Wir wollen die Blumen aus eigener Hand und schmücken die Altäre ehrenamtlich, um der Kirchengemeinde sparen zu helfen", erklärt das Team.

Manchmal, wenn die eigenen Blumen nicht ausreichen, können die Frauen auf private Gärten zurückgreifen, etwa den "Ratskeller-Garten". Zum Advent werden Gestecke gestaltet, zur Fasnet die närrische Dekoration, dann ist die Kirche während der Fastenzeit schmucklos. Vier Monate Pause bedeutet dies für das Blumenschmuckteam, das vor allem von Touristen Lob einstecken kann. "Ein Mal hat uns eine Frau zehn Euro gegeben, wir sollten uns dafür Eis kaufen zur Belohnung, aber wir haben das Geld in die Blumenschmuckkasse getan", berichtet Monika Spranz. Sie findet, dass die Gottesdienstbesucher, die Freude an dem Blumenschmuck haben, diese Arbeit mit einer Spende fürs Blumenkässle unterstützen könnten. Abzugeben im Pfarrbüro. Dort sollten sich auch jene Frauen melden, die das Blumenschmuckteam verstärken möchten, unter Telefon: (07393/2282). Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich. Man sollte nur Freude an Blumen und eine kleine kreative Ader haben.

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