Hülle aus Weißtanne

Eine angenehme Atmosphäre soll künftig die Mehrzweckhalle in Oberstadion prägen, die neue Optik das 40 Jahre alte Bauwerk attraktiv gestalten. Neue Materialien sollen dazu beitragen.

DORIS MOSER |

Außen wird sich an der 40 Jahre alten, aus Sichtbeton gestalteten Mehrzweckhalle in Oberstadion wenig ändern, lediglich die markant grünen und orange-farbenen Fensterrahmen setzen einige Farbtupfer. Innen jedoch gibt es ein komplett neues Ambiente. Derzeit wird die Halle von der Firma Komander aus Schemmerhofen total entkernt, die Arbeiten gehen flott voran. "Wir haben Rohbauzustand, wenn die Firma mit ihren Arbeiten fertig ist", erklärte Bürgermeister Klaus Schwenning, der in der konstituierenden Schulverbands-Sitzung einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

Es sei sinnvoll, sagte Schwenning, die Bauabschnitte drei und vier gemeinsam zu realisieren und dafür für einen gewissen Zeitraum die Halle zu schließen. Die Winkelvereine wären zwar zu Eigenleistungen bereit, doch die Firma und der Sicherheitsbeauftragte wollten, dass alle Arbeiten in einer Hand bleiben. Für den nachfolgenden Innenausbau wählte das Gremium bereits jetzt die Materialien aus. "Je früher dies geschieht, umso besser lassen sich das Gesamtkonzept abstimmen und die Abläufe koordinieren", gab Architekt Rudi Bucher zu bedenken. Er erläuterte mit seinem Kollegen Ralf Münz die einzelnen Materialien und die beiden Planer stellten auch ihre Vorschläge zur Diskussion. Eine Innenauskleidung der Halle mit Paneelen aus Weißtannenholz bewerten sie als ideale Version. Das Holz ergebe ein angenehmes Ambiente, sei robust und gut zu pflegen. Es soll nicht nur die Wände der Halle, sondern auch die Decke bekleiden. Manchen Räten erschien dies als zu viel, sie konnten sich mit einer "Holzkiste" zunächst nicht anfreunden, ließen sich dann jedoch von Argumenten überzeugen. "Das wird sehr angenehm, ähnlich wie eine Stube mit Zirbelholz in den Alpen", warb Architekt Münz.

Lebhaft wurden auch die Meinungen über den Sportboden ausgetauscht. Ausgewählt wurde schließlich Linoleum; Parkett wurde als nicht erste Wahl für eine Sporthalle verworfen. Die Farbentscheidung fiel schließlich auf hellgrün, mit leicht gesprenkeltem Design. Im neu gestalteten Foyer wird Eiche-Industrieparkett verlegt, in den Nassräumen kommen hellblaue Fliesen auf den Boden, die Wände dort und im Foyer erhalten einen Kalk-Glattputz mit einer speziellen Beschichtung, die gut zu reinigen ist.

Insgesamt investiert der federführende Hauptschulverband, dem die Gemeinden Grundsheim, Oberstadion und Unterstadion angehören, in das Projekt Hallensanierung 3,2 Millionen Euro, den dicksten Brocken bilden die aktuellen Bauabschnitte mit rund 2,5 Millionen. Darin enthalten sind auch die Kosten für eine Erweiterung der Halle, um Platz zu schaffen für eine neue Küche samt Nebenräumen. Die finanzielle Seite sowie die Zuschussanträge managt Geschäftsführer Willi Fügner von der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen. Der Schulverband erhielt über das "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum" 170 000 Euro, für den vierten Bauabschnitt gibt es eine Sportstättenförderung mit 75 000 Euro. Die drei Gemeinden haben die restlichen Kosten anteilig zu finanzieren und dazu bisher 795 000 Euro vom Ausgleichstock erhalten. Für die aktuellen Abschnitte wird laut Fügner 2015 ein weiterer Förderantrag gestellt. Im Sommer 2015 soll die Halle wieder nutzbar sein.

Vergeben wurden die Dachdecker- und Flaschnerarbeiten an die Firma Dachbau Mühlen aus Ehingen, die mit 84 274 Euro das preisgünstigste Angebot unterbreitet hatte. Laut Architekt Bucher gibt die Spezialfirma für das Material der Flachdachabdichtung 15 Jahre Gewährleistung. Außerdem wird der Tüv diese Arbeiten abnehmen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Mainz feiert Karneval im Mai

Karneval in Mainz - diesmal nicht im Februar sondern im Mai.

Die Mainzer lassen sich das Feiern nicht nehmen. Mit 77 Zugnummern und 2222 Teilnehmern holen sie am Muttertag die Fastnacht nach. Doch nicht alle sind damit einverstanden. mehr

YouTube-Star Moritz Garth ...

Justin Bieber war der erste, der noch nicht ganz so bekannte Moritz Garth will ihm folgen. Musiker, die auf der Onlineplattform Youtube Erfolge feiern, wagen sich auch in die richtigen Charts vor. mehr

Schells Witwe ist schwanger

Iva Schell erwartet ihr erstes Kind.

Die Witwe des vor zwei Jahren gestorbenen Schauspielers Maximilian Schell, die Operettensängerin Iva Schell (37), erwartet ihr erstes Kind. mehr