Stöhr auf Wachstumskurs: Logistikzentrum wird verdoppelt

Einen markanten Schritt wagt die Firma Stöhr Logistik in Rottenacker. Mit einer zweiten Lagerhalle wird die Kapazität verdoppelt und der Standort weiter gestärkt. 3,5 Millionen Euro werden investiert.

DORIS MOSER |

Nächsten Monat startet die Firma Stöhr Logistik ein weiteres Projekt im Industriegebiet in Rottenacker. Entstehen wird eine zweite Lagerhalle mit einer Größe von 5000 Quadratmetern, damit verdoppelt sich die Logistikfläche in Rottenacker auf 10 000 Quadratmeter. Möglich wird die Entwicklung, nachdem die Gemeinde das Gewerbegebiet im Südosten erweitert hat und Stöhr dort zusätzlich 17 000 Quadratmeter erwerben konnte. Damit stehen künftig für die geschäftlichen Aktivitäten insgesamt 45 000 Quadratmeter an der Straße nach Kirchbierlingen zur Verfügung.

Das Unternehmen floriert, was für Geschäftsführer Erwin Stöhr die Grundlage der neuerlichen Expansion bildet. Zusatzaufträge im Bestand und beim Neukundengeschäft sind Impulsgeber, ferner soll die Kontraktlogistik wachsen. Immer mehr Kunden lassen bereits im eigenen Betrieb von Stöhrs Mitarbeitern Waren verpacken, etikettieren und für den Transport fertig machen. "Etwa 20 unserer Mitarbeiter sind auf diese Weise extern beschäftigt mit steigender Tendenz", erklärt Stöhr. Viele Firmen halten keine eigenen Lagerflächen mehr vor und bedienen sich der Logistikfirmen, die zunehmend als Dienstleister fungieren. "Mit dem einstigen Transportgeschäft hat die aktuelle, stetig wachsende Auftragspalette kaum noch etwas zu tun", beschreibt Stöhr die Veränderungen in der Branche. Heutzutage sei ein Rundum-Service mit Beschaffungs-, Produktions-, Lager- und Dienstleistungslogistik gefordert, um im Geschäft zu bleiben und es konstant auszubauen. Seit etlichen Jahren ist der Betrieb bereits zertifiziert, zu Stöhrs Kunden zählen zahlreiche namhafte Unternehmen.

Erwin Stöhr geht auf kundenspezifische Wünsche und Anforderungen ein. So wird zum Beispiel in der neuen Halle eine Kranbahn eingebaut, die Lasten bis zu 25 Tonnen heben und bewegen kann. Sie kostet allein 300 000 Euro. Einer der Kunden will in Rottenacker Maschinenteile einlagern, die bis zu 25 Tonnen wiegen. Fünf Verladerampen sichern eine zügige und flexible Abwicklung der Aufträge.

Die zweite Halle dockt nach Süden direkt an das bestehende Logistikzentrum an, wobei die bisherigen Flächen komplett mit Hochregallagern ausgestattet werden und die neue Halle für Material in Gitterboxen sowie stapelbare Güter konzipiert ist. Zum Bauvolumen gehört ferner ein neues Büro für die Lagerverwaltung. Entstehen werden weitere Lastwagen-Stellplätze und auch eine Freilagerfläche mit 5000 Quadratmetern gehört dazu.

Realisiert wird das Vorhaben mit einer Stahl-Beton-Kombination, im September soll es losgehen und für April 2015 ist die Fertigstellung geplant. Zu diesem Zeitpunkt hat die Firma Stöhr weitere 3,5 Millionen Euro am Standort Rottenacker investiert, was auch für die Gemeinde eine positive Entwicklung bedeutet. Einhellig hat der Gemeinderat am Donnerstag das Baugesuch für die Erweiterung gebilligt. Dass Stöhr in der nicht einfachen Logistikbranche auch abseits der Autobahn erneut erweitern kann, schreibt Bürgermeister Karl Hauler vornehmlich der Zuverlässigkeit und Qualität der Dienstleistungen zu.

15 weitere Stellen sind geplant

Geschichte Das 1962 von Erwin Stöhrs Vater als Ein-Mann-Betrieb gegründete Fuhrgeschäft hat vor allem in jüngerer Vergangenheit eine rasante Entwicklung genommen, die mit der Umsiedlung des Betriebes von Munderkingen nach Rottenacker vor sieben Jahren neuen Schwung erhalten hat. Vor zwei Jahren wurde "50 Jahre Spedition Stöhr" gefeiert, seit Anfang 2013 wird mit "Stöhr Logistik" firmiert, entsprechend des vielseitigen Spektrums.

Überblick Aktuell sind für das Logistikzentrum Stöhr 110 eigene Lastkraftwagen im In- und Ausland unterwegs, 300 Fahrzeuge werden pro Tag europaweit disponiert, 1000 Paletten innerhalb von 24 Stunden umgeschlagen. 20 000 Quadratmeter Lagerfläche stehen nach der Erweiterung zur Verfügung, ein Teil davon in mehreren Außenlagern im Raum Biberach. Die Zahl der 220 Mitarbeiter wird weiter wachsen, 15 weitere Stellen sind

mittelfristig geplant.

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