Firma Stöhr: Start frei für neue Logistikhalle

Mit dem symbolischen "ersten Spatenstich" startete gestern ein bedeutendes Projekt: Die Firma Stöhr vergrößert ihre Logistikfläche auf 20 000 Quadratmeter. Mittelfristig entstehen so weitere Arbeitsplätze.

DORIS MOSER |

Für die Firma Stöhr Logistik ist es ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft, für die Gemeinde Rottenacker ein markantes Ereignis im Wirtschaftsgefüge. Gestern erfolgte im Beisein des CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub, Landrats-Vize Heiner Scheffold und Bürgermeister Karl Hauler der erste Spatenstich für die neue Logistikhalle im Industriegebiet. Seit das Unternehmen vor sechs Jahren von Munderkingen nach Rottenacker umsiedelte, stehen die Zeichen auf Wachstum. Nun kommen dem Investor Stöhr mit historisch niedrigen Zinsen sehr günstige Rahmenbedingungen zugute.

Das Geschäft floriere, ein guter Kundenstamm und neue Geschäftspartner sorgen für Stabilität, erläuterte Geschäftsführer Erwin Stöhr. Er lobte die sehr gute und flexible Begleitung durch die Gemeinde Rottenacker und die Genehmigungsbehörden. Das sei nicht immer selbstverständlich.

Im April soll das Projekt, das nach Süden an die bestehende Halle angedockt wird und mit 3,5 Millionen Euro veranschlagt ist, fertig sein. Spontan entschloss sich die Firma, ein 10 auf 27 Meter langes Vordach anzubauen, um auch bei Regen und im Winter gute Bedingungen für die Beladung der Lkw zu haben. Als Generalunternehmen realisiert die Firma Goldbeck aus Ulm das Bauprojekt, das vorwiegend aus Stahl und Beton bestehen soll, sagte Vertriebs-Ingenieur Steffen Ullrich. Optisch ist der Neubau identisch mit der bestehenden Halle. Das Dach eignet sich gut für eine Photovoltaikanlage. Der Strom aus der Sonne ist größtenteils für den Eigenverbrauch bestimmt.

Traub lobte die neuerliche Expansion, die mittelfristig etwa 15 weitere Arbeitsplätze zu den jetzigen 220 Stellen bedeutet. Für attraktive Strukturen des ländlichen Raumes sei dies wichtig. Scheffold bekräftigte dies und würdigte besonders, dass nicht alle Logistikbetriebe an die Autobahn abwandern, sondern auf dem Land zu stabilen wirtschaftlichen Strukturen beitragen.

Als Glücksfall für die Gemeinde bewertete Bürgermeister Karl Hauler die Ansiedlung der Firma Stöhr im Industriegebiet Rottenacker. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen seien positive Faktoren, wie auch die Vielfalt auf dem gewerblichen Sektor. Die Landstraße nach Kirchbierlingen, über die Stöhr einen Teil der Transporte abwickelt, legte Hauler dem Landtagsabgeordneten Traub jedoch ans Herz: Sie sollte dringend auf normale Landstraßenbreite ausgebaut werden. "Wir sind zwar in Stuttgart nicht am Ruder, aber wir bleiben dran", versicherte Traub.

Das Areal wächst

Daten und Fakten Mit dem neuen Projekt erweitert die Firma Stöhr ihr Areal von knapp 16 000 auf 41 000 Quadratmeter. Die Lagerfläche wächst auf 20 000 Quadratmeter, inklusive einiger Außenlager. In einem Teilbereich wird eine 25-Tonnen-Kranbahn installiert. Das Außenlager wächst um 5000 Quadratmeter, es entsteht eine neue Lkw-Parkfläche. Die Firma beschäftigt aktuell 220 Mitarbeiter, 110 Lkw sind auf Tour, täglich werden 300 Fahrzeuge disponiert, auch für Partnerfirmen, und 1000 Paletten umgeschlagen. mo

SWP

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