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Schrade erstmals bei Bauma vertreten

Es ist eine Premiere: Schrade Kabel- und Elektrotechnik aus Allmendingen ist erstmals bei der internationalen Fachmesse Bauma in München vertreten.

JULIA-MARIA BAMMES | 0 Meinungen

Es ist Neuland, aber ein folgerichtiger Schritt: Schrade Kabel- und Elektrotechnik aus Allmendingen wird dieses Jahr zum ersten Mal bei der Bauma, der internationalen Fachmesse in München, vertreten sein. Bereits vor sechs Jahren wäre das Unternehmen gerne bei der Messe gewesen, die nur alle drei Jahre stattfindet, sagt Unternehmensgründer Manfred Schrade. Doch die Warteliste war lang - und nun hat es geklappt.

Seit Oktober laufen die Planungen. Eine große Auswahl an Exponaten ließe sich auf dem knapp 25 Quadratmeter großen Messestand nicht unterbringen, sagt Schrade, "aber einen Anfang stellt es dar". Anhand einer großen Grafik wird dargestellt, welche vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten eine Baustelle für die Produkte des Unternehmens bietet. Es hat sich auf die Fertigung von Verkabelungen von Fahrzeugen und Baumaschinen spezialisiert, außerdem werden Steuerungen und Verdrahtungen für den Maschinen- und Anlagenbau hergestellt.

Ein Blickfang des Messestands wird neben einem großen Kabelbaum die etwa vier Meter lange Grafik sein, die einen Liebherr-Kran zeigt, verrät Schrade. "Wir haben ja sehr schöne Referenzen." Liebherr gilt als einer der wichtigsten Kunden des Unternehmens und bezieht Kabelprodukte für Krane und Bagger. Die Messe soll Schrade und seinen Mitarbeitern nicht nur die Möglichkeit geben, das Unternehmen zu präsentieren und auf andere Aussteller zuzugehen, sondern auch Anregungen liefern. "

Und wir erwarten uns natürlich neue Kunden", sagt Schrade. Dabei gilt das Interesse dem europäischen Markt. Die USA und China sind zu weit entfernt, als dass es Sinn ergebe, dort mit hochspezialisierten Kleinstserien sowie mit auf Kundenwunsch kurzfristig produzierten Kabelprodukten einzusteigen. Hilfreich für das Agieren in Europa erweist sich das Werk in Polen, das 2007 gegründet wurde. Wer Produkte "made in Allmendingen" fordert, bekommt diese jedoch auch, betont Schrade. So verwende zum Beispiel Kässbohrer für seinen Pistenbully ausschließlich Kabelkonfektionen aus Allmendingen.

Am Standort in Allmendingen, wo etwa 130 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird indes auf die Optimierung der Produktionsabläufe gesetzt. Vergangenes Jahr wurde damit begonnen - und das Thema werde wohl nie ganz abgeschlossen sein, sagt Schrade. "Wir gehen auf die Anforderungen der Kunden ein." Um die Lieferzeit zu verkürzen, wird mehr automatisiert, was eine Reihe von kleineren Investitionen mit sich bringt. Allerdings ergibt die Automatisierung nur dort Sinn, wo große Massen von Kabeln maschinell verarbeitet werden können, erläutert Standortleiter Johannes Rettenmeier. "Wobei der Mitarbeiter nach wie vor den Prozess in der Hand hat", ergänzt Schrade, "der Mitarbeiter ist die Schlüsselstelle des Produktionsprozesses."

Die Fachmesse Bauma auf dem Münchner Messegelände ist vom 15. bis zum 21. April geöffnet. Schrade ist in Halle C 2, Stand 517, vertreten.

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