Kapellen für Besucher geöffnet
Region. Kapellen sind Jahrhunderte alt und prägen das Bild vieler Orte. Oft weiß man jedoch wenig über deren Vergangenheit: In Mühlen wird die Marienkapelle "Dom" genannt, ein Blitz traf die Schlechtenfelder Kapelle.
Die Kapelle in Tiefenhülen ist dem Heiligen Nikolaus geweiht. Sie liegt unscheinbar am nordwestlichen Rand des Ehinger Albteilortes. Der Zugang erfolgt über den Sankt-Nikolaus-Weg. Frankenhofen mit dem Ortsteil Tiefenhülen wurde im Jahr 1152 erstmals urkundlich erwähnt. Durch eine Schenkung von Ernst dem II. von Steußlingen gelangte der Ortsteil Tiefenhülen vor 1150 an das Zisterzienserkloster Salem. Im Jahr 1607 wurde die Kapelle Sankt Nikolaus in Tiefenhülen vom Zisterzienserkloster an die Stelle der Vorgängerkapelle gebaut.
Die Nikolauskapelle in Tiefenhülen ist jeden Sonntag für Besucher geöffnet. Rückfragen an Annelore Baier unter Telefon: (07384) 504.
Die Marienkapelle in Mühlen ist der Mutter Gottes geweiht. Sie liegt hoch über dem Wiesental und prägt das Ortsbild. Zu ihrer Geschichte sind nur wenige Hinweise überliefert. Es wird vermutet, dass sie Ende des 17. Jahrhunderts errichtet worden ist. 1772 war der Bau offenbar sehr "ruinös und das Altarblatt vollkommen verdorben". Deshalb veranlasste der Ehinger Magistrat, das Gebäude wieder herzustellen. Diese Bemühungen waren offenbar wenig nachhaltig, denn bereits im Sommer des Jahres 1808 berichtete Pfarrer Wiehn von Kirchen, dass die "Kapelle in Mühlheim in großem Zerfall seye und die ungesäumte Herstellung erfordere".
Auch später waren immer wieder Anstrengungen notwendig, um den Unterhalt für das Gebäude zu gewährleisten - zuletzt 1962, 1994 und 2004. Die Fassade der Mühlener Kapelle wirkt bescheiden. Umso mehr wundert sich der Besucher, wenn er ins Innere tritt: Ihm wird eine reizvolle Ausstattung präsentiert. Ein Barockaltar schmückt die Kapelle von innen.
Der "Mühlener Dom", wie die Marienkapelle auch genannt wird, ist sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Rückfragen an Anna Bachofer, Telefon: (07395) 323.
1722 erhielt das Ehinger Heilig-Geist-Spital die bischöfliche Erlaubnis aus Konstanz, in Schlechtenfeld eine Kapelle zu bauen. Denn vorher existierte in Schlechtenfeld keine Kapelle. Die Bauern mussten nach Kirchen ausweichen. Dort wurden sie von der Pfarrgemeinde Sankt Martinus betreut. 1778 erhielt die Kapelle eine Glocke mit Madonna und Heiligenrelief. Sie trägt die Inschrift "Sit nomen domini benedictum 1778", was übersetzt heißt: Sei im Namen des Herrn geweiht". 1798 richtete ein Blitzschlag an der Kapelle großen Schaden an. Im Jahr 1996 restaurierten Gebhard Kopp aus Emerkingen und Helmut Lang aus Kirchen die Kapelle und mit ihr sämtliches Kunstinventar.
Die Kapelle zum Heiligen Schutzengel in Schlechtenfeld kann nach Absprache mit Maria Dolpp, Telefon: (07393) 6716, besichtigt werden.
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02.09.2010
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Die dem Heiligen Nikolaus geweihte Kapelle in Tiefenhülen. Privatfoto
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