Innenstadt öffnet die Pforten

Ehingen.  Die Ehinger Geschäfte wollen sich am verkaufsoffenen Sonntag kommendes Wochenende von ihrer besten Seite zeigen. In der vollen Lindenhalle zeigen 28 Aussteller bei "Haus-Heim-Garten" ihre Angebote.

Auch wenn angesichts des Schnees und bei der Kälte Gedanken an den Frühling derzeit ziemlich schwer fallen, freut sich Karl-Heinz Dicknöther auf den verkaufsoffenen Sonntag am 21. März. "Jedes Geschäft wird sich von seiner besten Seite zeigen", verspricht der Vorsitzende des Gewerbevereins GHF (Gewerbe, Handel, freie Berufe) für den Start ins Frühjahr, der mit der von Wolfgang Rothenbacher veranstalteten Ausstellung "Haus Heim Garten" in der Lindenhalle verknüpft ist.

"Wir stellen mit der größten Ausstellung Ehingens das Original", sagt der Organisator nicht ohne Stolz. 28 Aussteller füllen die Lindenhalle, weitere stehen auf einer Warteliste. "Wir könnten mehr nehmen, aber die Lindenhalle ist zu klein", bedauert Rothenbacher. Von der Krise spüre er nichts. Erstmals stellen in diesem Jahr die Lohnsteuerhilfe Ehingen, die Firma Kaufmann Holzbau Oberstadion und das Berghofstüble in Obermarchtal aus. Wie in den Vorjahren wird Oberbürgermeister Johann Krieger um 9 Uhr die Messe eröffnen.

Die Besucher erwarten einige Attraktionen: Es gibt 1000, 300, 200, 100 und achtmal 50 Euro zu gewinnen. Einige Unternehmen unterstützen zudem Schulklassen mit je 100 Euro. Dafür müssen nur genügend Eltern oder Großeltern der Schüler auf die Messe kommen. An beiden Tagen gibt es Vorträge über alternative Energien. Wer eine intensive Beratung an den Ständen wünscht, dem empfiehlt Rothenbacher den Samstag als Besuchstag, wenn der Andrang erfahrungsgemäß nicht ganz so groß sein wird.

Bis zu 10 000 Besucher erwartet GHF-Chef Dicknöther, die dieser Doppelpack nach Ehingen ziehen wird. "Alle in der Innenstadt haben auf", sagt der GHF-Chef und ist zufrieden mit dem Engagement des Handels in der Innenstadt. Mehr als 60 Geschäfte hat er gezählt, die mitmachen. Geht es nach Dicknöther, soll daraus ein Tag der Begegnung werden, bei dem die ganze Familie in Ehingen etwas geboten bekommt. Der GHF ist dabei für die von Hermann Hasieber organisierte Autoschau zuständig; sieben Autohäuser haben zugesagt und werden auf dem Marktplatz zwischen 40 und 45 aktuelle Modelle zeigen. Außerdem gibt es eine Hüpfburg vor dem Rathaus; die Stadt vergibt darüber hinaus Stände für Crêpes , Pizza und Süßigkeiten. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Jugendkapelle des Musikvereins Griesingen und der Drehorgelspieler Alfons Wilhelm aus Öpfingen.

Mit dabei ist auch die Feuerwehr. Sie wird ein Einsatzfahrzeug vorstellen und mit einem überdimensionierten Rauchmelder für den Einbau dieser möglicherweise lebensrettenden Alarmgeber werben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Dicknöther auf die Gewerbeschau, die an diesem Sonntag beim Lackierwerk Ott stattfindet. Der GHF-Vorsitzende registriert, dass sich nach der Gewerbeschau im Industriegebiet Berg nun auch dort etwas Eigenes formiert. "Das ist zwar für uns keine Konkurrenz, aber es zieht möglicherweise Leute aus der Innenstadt ab", formuliert Dicknöther seine Einwände. Auf der anderen Seite sieht er auch die Initiative, die letztlich dem ganzen Standort Ehingen nutzt. Für die Zukunft wünscht er sich deshalb so etwas wie einen gemeinsamen Auftritt, der Ehingen nach außen stärkt und im Innern eine Spezialisierung nach den verschiedenen Einkaufs- und Gewerbeplätzen erlaubt.


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Autor: RAINER SCHÄFFOLD ANDREAS HACKER | 13.03.2010

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