Ideen für das Autohaus

Schelklingen.  Für das Gelände des ehemaligen Autohauses Seitz in Schelklingen gibt es neben dem Bau eines neuen Netto-Marktes noch weitere Pläne. Auch ein Gewerbepark wäre dort laut Eigentümer möglich.

In dieser Woche sind Pläne vorgestellt worden, auf dem Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses Seitz in Schelklingen einen Netto-Markt und eine Tankstelle zu errichten (die SÜDWEST PRESSE hat berichtet).

Michael Drechsel, der das insolvente Opel-Autohaus samt Grundstücken 2010 mit seiner Firma Destarol übernahm, bestätigt zwar Überlegungen für einen Verkauf. Aber er hat darüber hinaus noch weitere Pläne, wenn sich das Vorhaben mit dem Bau eines neuen Netto zerschlagen sollte. Dann könnte ein Gewerbepark an dieser Stelle entstehen, sagt er. Es gebe bereits ein ausgearbeitetes Konzept dafür. "Wir müssen nicht unbedingt verkaufen, wir haben auch andere interessantes Ideen entwickelt", sagt der Unternehmer. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Photovoltaik. Rund zwei Millionen Euro hat die Firma Destarol laut Drechsel auf dem Gelände in die Energieerzeugung aus der Sonne investiert. Module sind sowohl auf dem Dach des ehemaligen Autohauses als auch auf Nebengebäuden angebracht. Die Module sollen - unabhängig von der weiteren Nutzung - auf der Fläche bleiben.

Derzeit werden die Gebäude des ehemaligen Autohauses unterschiedlich genutzt. Seit Anfang des Jahres ist die "Carclean Fahrzeugaufbereitung" in Werkstatt und Büroräumen tätig. Besitzer Stefan Vonier ist mit seiner Firma aus Blaubeuren-Weiler nach Schelklingen gewechselt. Vonier zeigt sich überrascht von den Verkaufsplänen. Er habe einen länger laufenden Mietvertrag und werde jetzt die weitere Entwicklung jetzt erst einmal abwarten. Außerdem haben laut Geschäftsführer Drechsel auch verschiedene Destarol-Gesellschaften ihren Sitz im ehemaligen Autohaus. Teilräume in den Nebengebäuden seien ebenfalls vermietet. Dass alles optisch nicht sehr proper wirkt, hat laut Drechsel mehrere Ursachen: Erstens sei viel in Ordnung zu bringen gewesen. "Wir haben fast ein Jahr lang entsorgt", sagt er. Zweitens habe abgewartet werden müssen, wohin sich die Sache mit dem Gelände entwickle.

Dass der ursprüngliche Plan, selbst ein Autohaus mit einem Schwerpunkt auf Elektrofahrzeugen zu betreiben, nicht erfolgreich war, gibt Drechsel offen zu. Die Reparaturwerkstatt sei bereits seit Sommer geschlossen. Auch der Plan, Unterbauten für Solarmodule zu fertigen, sei nicht aufgegangen. Dafür hätte er das Gelände des benachbarten ehemaligen Edeka-Markts gebraucht, sagt Drechsel. Es habe aber keine Einigung mit dem Eigentümer gegeben.


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Autor: BERNHARD RAIDT | 04.02.2012

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