Freude über Baubeginn
Munderkingen. Es geschehe zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, sagte Munderkingens Bürgermeister Lohner gestern zum Baggerbiss für das Zentrum für Medizin, Pflege und Soziales. Es soll im Frühsommer 2013 fertig sein.
Am Tag des Baubeginns freuen sich alle. Geschichte ist inzwischen die Auseinandersetzung um den Erhalt des Turms des alten Krankenhauses - jetzt gibt es dort nach dem Teilabriss des später angebauten Flügels eine neue Wand, und "die verheißt Gutes", wie Bürgermeister Dr. Michael Lohner gestern beim Baggerbiss auf der Baustelle des Zentrums für Medizin, Pflege und Soziales sagte. Bis die Kreisbau als Bauherr das rund acht Millionen Euro teure Vorhaben im zweiten Quartal 2013 abschließe, will auch die Stadt Munderkingen eine "gute Nutzung" für das alte Krankenhaus gefunden haben. Und dann gebe es hier eine gute Nachbarschaft mit St. Anna, betreutem Wohnen und der Sozialstation in der Nähe. Er sei froh, sagte Lohner, "dass wir das so auf den Weg gebracht haben", und dankte namentlich dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub, der von Anfang an der Sache den nötigen Antrieb gegeben habe.
Von Freude und Dankbarkeit sprach auch Wolfgang Neumeister, Geschäftsführer der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales wie deren Tochter, der Kreisbau. "Ein Kompromiss ist eben nicht die Ideallösung", erinnerte er kurz an die Standortdebatte im Jahr 2010, "aber eine tragbare und verträgliche Bündelung unterschiedlicher und zum Teil gegensätzlicher Interessen." Er sei froh, dass die Diskussion um den Turm das Projekt letztlich nicht blockiert hat. Neumeister sprach in Vertretung des Landrats - Heinz Seiffert war stimmlich angeschlagen - und stellte das Projekt auch in einen größeren Zusammenhang: Der Kreis habe nicht nur die rein stationäre Versorgung im Blick, sondern auch die ambulante, und da beobachte man mit Sorge, wie der ärztliche Nachwuchs immer weniger bereit sei, sich im ländlichen Raum niederzulassen. "Zum Glück haben wir einen Kreistag, der den Willen, die Kraft und die Einigkeit besitzt, die Versorgung mit Gesundheits- und Pflegeleistungen aktiv zu gestalten und weiterzuentwickeln", sagte Neumeister. Oberstes Ziel sei dabei die wohnortnahe und qualifizierte Versorgung der Menschen auch im ländlichen Raum. Mit dem Zentrum für Medizin, Pflege und Soziales schaffe der Kreis die Voraussetzung dafür, dass ärztliche Leistungen, medizinische Dienste und betreutes Wohnen unter einem Dach angeboten werden können: "Was hier entsteht, macht neue Formen der Versorgung möglich." So soll es nach Fertigstellung des Zentrums im Sommer 2013 möglich sein, in Munderkingen auch Fachärzte aufzusuchen. Die Krankenhaus GmbH steht als späterer Betreiber des medizinischen Versorgungszentrums in Verhandlungen mit verschiedenen Ärzten, wobei sich abzeichnet, dass es in Munderkingen dann auch orthopädisches Röntgen geben wird - mit den Geräten der früheren Gemeinschaftspraxis Arnold vom Sternplatz in Ehingen.
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Autor: ANDREAS HACKER | 29.02.2012
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So soll es einmal aussehen, das Zentrum für Medizin, Pflege und Soziales auf dem Grundstück neben dem alten Krankenhaus, von der Schillerstraße aus gesehen.
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