Extreme Kälte am Glombigen im Jahr 1956

Ehingen. 

Das Archiv von Günter Reisch ermöglicht interessante Vergleiche: Schon vor 56 Jahren, in der Fasnet 1956, hat extreme Kälte nicht nur die Donau gefrieren lassen, sondern auch den Ehinger Narren zu schaffen gemacht, belegt Narrenvater Reisch mit Ausschnitten aus der Zeitung von damals. Der Glombige fiel 1956 auf den 9. Februar und für diesen Tag galt: "Europa wird aufs Neue von eisigen Luftmassen aus Sibirien überflutet. Auch in Stadt und Kreis Ehingen haben wir Kälterekorde mit Temperaturen, wie wir sie seit 1939 nicht mehr hatten" - aufgezählt werden minus 28 Grad am Morgen und minus 18 Grad am Mittag. Dennoch sei den Narren der Humor nicht eingefroren, heißt es im Zeitungsbericht übers "Fuirio!", und sie ließen sich auch von der Kälte nicht vom Spektakel am Ochsenberg abhalten. Auch die Suche nach dem "Urgeist der Ehgner Fasnet" verlief, den Umständen entsprechend, im gefrorenen "Urschlamm des Groggensees" erfolgreich, beim Spiel von Mate- und Stadtkapelle vor dem Rathaus gab es allerdings Beeinträchtigungen: "Ihre Instrumente tun bei der Kälte nicht mehr ganz mit."

Noch kälter war es in der Erinnerung Günter Reischs dann 1963, dem Jahr, in dem auch der Bodensee gefroren war. Da sank das Thermometer an der "Absatz", wie die ehemalige BAG und Baywa an der Pfisterstraße einst genannt wurde, auf minus 32 Grad.


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Autor: AH | 09.02.2012

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