Drehort Höhle

Vor 25 Jahren wurde der Hohle Fels zum Drehort für einen Film. Außerdem wurde überlegt, Altpapier-Container aufzustellen. Vor 50 Jahren sorgten sich die Naturfreunde um die Schneeglöckchen.

Vor 25 Jahren

Heute ist der Hohle Fels wegen seiner altsteinzeitlichen Funde bekannt. Doch 1985 gabs noch keine Venus - und so sorgte die Ankündigung eines Regisseurs, in der Karsthöhle einen Film drehen zu wollen, für viel Gesprächsstoff. Der 24-jährige Rainer Grupe wollte mit dem Streifen sein Studium an der Münchner Filmhochschule beenden.

Für sein Projekt hatte er sogar die Schauspielerin Elisabeth Volkmann gewinnen können. Sie wurde dem breiten Publikum in den 70er Jahren als Mutter Jolanthe in der Fernsehserie "Klimbim" bekannt. Die Szenen aus dem Hohlen Fels sollten zehn Minuten zu dem Action-Film beitragen, der den Arbeitstitel "Tamboo" hatte. Er spielte in Heidelberg und auf einer Insel vor Sansibar. Die Höhle wurde für den Dreh zu einem Götzentempel umgebaut.

Blöd nur, dass just an dem für den Dreh vorgesehenen Wochenende die IVV-Wandertage in Schelklingen stattfanden. 3000 Wanderer hatten ihr Kommen zugesagt. Und die Strecke führte direkt am Hohlen Fels vorbei. Doch es war alles besser als befürchtet. Es sei alles problemlos verlaufen, ließ der Regisseur wissen. Die Außenaufnahmen wurden erst gemacht, als die Wanderer schon an der Höhle vorbei waren.

Ohne Blei gehts auch - dieser Meinung war der technische Ausschuss des Kreistags. Er stimmte dafür, dass Tankstellenbesitzer gefördert werden sollten, die Zapfsäulen für bleifreies Benzin einrichten. 60 000 Mark wurden dafür im Haushalt bereit gestellt. Ausbezahlt werden sollte der Zuschuss - 25 Prozent der Investitionssumme, jedoch maximal 5000 Euro - erst, wenn die Zapfsäulen auch in Betrieb waren.

Außerdem befasste sich der Ausschuss mit dem Müll - beziehungsweise mit dessen Vermeidung. Wiederverwertbare Stoffe sollten vor der Deponierung aussortiert werden. Deshalb wurde beschlossen, mit den Bürgermeistern darüber zu beraten, ob in den Kommunen nicht dauerhaft Altpapier-Container aufgestellt werden könnten.

In Allmendingen waren Zigaretten-Liebhaber unterwegs: Die Polizei teilte den Diebstahl eines kompletten Zigarettenautomaten mit. Die Diebe hatten den Automat, der im Flur eines Lokals hing, abmontiert und mitgenommen. Sein Wert wurde auf 1000 Mark geschätzt.

Vor 50 Jahren

Der Erbacher Gemeinderat gratulierte Heidi Biebl. Sie hatte bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Abfahrtslauf gewonnen. Seit 1958 lebte Biebl in Erbach und arbeitete in der Sportgerätefabrik Heinrich Hammer. Der Bürgermeister ließ ein Glückwunschtelegramm der Gemeinde schicken.

Der Allmendinger Gemeinderat freute sich. Denn nun stand fest, dass der Ausbau der Straße zwischen Ehingen und Allmendingen im Jahr 1961 beginnen sollte. Lange hatte dieser Wunsch schon bestanden. Denn "dem laufend steigenden Verkehr der Zementlastzüge ist die viel zu schmale Straße längst in keiner Weise mehr gewachsen".

In Ehingen lief der Wasserturm leer - und die Verantwortlichen bemerkten es nicht. Erst, als im Stadtbauamt die Telefone nicht mehr still standen, wurde der Schaden amtlich. Im Wasserturm hatte sich der Schwemmer festgeklemmt und so verhindert, dass die Pumpen automatisch dafür sorgten, dass neues Wasser nachkommen konnte.

In einem Beitrag sorgten sich die Naturschützer um die Schneeglöckchen auf der Alb. Leider gebe es immer noch "Schneeglöckchenabrupfer, die den Strauß nicht nach seiner Schönheit bewerten, sondern nach seiner Größe". Der Schreiber mahnte: "Wir sollten doch aber einen Unterschied machen zwischen Schneeglöckchen und zum Beispiel Briefmarken." Zudem der Hinweis: "Bei Kindern ist der Sammeltrieb besonders stark, sie müssen darum immer wieder aufgeklärt werden." jb


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11.03.2010

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