Den Lohn der Proben eingefahren
Emerkingen. 32 Musikkapellen stellten sich beim Kreismusikfest den Wertungsrichtern und schlossen durchwegs mit sehr guten bis hervorragenden Ergebnissen ab. Darunter waren acht Marschmusikbewertungen.
Einspielen, Antreten und das Beste geben. Die Wertungsspiele sind für die beteiligten Kapellen stets der Gradmesser ihrer Leistung. 32 Musikkapellen beteiligten sich 2011 an den Wertungsspielen, darunter sieben in der Kategorie "sehr schwer". Teilweise kamen die Orchester auch von außerhalb des Blasmusikverbandes Ulm/Alb Donau, so dass die Zuschauer in den Genuss kamen, fremde Musikkapellen in fremder Tracht zu sehen und zu hören.
In den gut besuchten Hallen von Oberstadion und Emerkingen stellten sich die Musiker den Wertungsrichtern. Eine Augenweide waren zudem die acht Marschmusikkapellen, die in der Stützenstraße und Gartenstraße antraten. Die Gartenmäuerchen dienten als willkommene Sitzgelegenheit. Dank des Sponsoring durch den Landrat hatte es so viele Marschmusikkapellen bei Kreismusikfesten schon lange nicht mehr gegeben. Die Musiker mussten eine 90-Grad-Kurve laufen und je nach Kategorie mit klingendem Spiel anhalten, abfallen und aufschließen. In Kategorie drei war ein Gegenzug erforderlich. Die Mitglieder der Jury waren am Samstag und Sonntag froh, dass ihnen die Sonne noch nicht mit voller Kraft auf den Kopf schien, so dass sie im Anzug ihres Amtes walten konnten. Jedem Wertungsspiel folgte das Dirigentengespräch, das beispielsweise Tambourmajor Jürgen Zeller vom Spielmannszug der Ehinger Bürgerwache mit großer Aufmerksamkeit verfolgte. Man habe am Morgen noch die Knöpfe und Schnallen der Uniform poliert, meinte Zeller, der trotz einiger Kritikpunkte wie beispielsweise das exakte Aufschließen mit dem Wertungsergebnis "mit sehr gutem Erfolg teilgenommen" zufrieden war. Der Spielmannszug war in Emerkingen nur mit 27 Musikern angetreten. 43 hatte die Kapelle gemeldet. Manche Kapellen wie die Harmoniemusik Seeg, die mit 55 Spielleuten antrat, bekamen von den Zuschauern spontanen Beifall und von den Musikern der anderen Vereine ein anerkennendes Kopfnicken. Besonders beeindruckten die Kapellen, die auswendig spielten, zusätzliche Elemente einbauten oder sich während des Marschierens geschlossen verjüngten. Josef Polster (Leonberg), Frieder Geiger (Gschwend) Hans Ruf (Baltringen) und Josef Zeitler aus Bad Saulgau waren die Wertungsrichter in Emerkingen. In Oberstadion hörten Bruno Seitz (Neckartailfingen), Peter Blazicek (Calw), Alfred Gross (Hergatz) und Gunnar Merkert aus Großbettlingen besonders genau hin. Für manche Musikkapelle war es gestern ein langer Tag. So hieß es für die Musikkapellen Wiblingen und Dächingen früh aufstehen. Ab 5.30 Uhr durfte geprobt werden, ab 7.15 Uhr war das erste Wertungsspiel. Und beim Umzug spielten die Musiker ebenfalls mit. Erst nach der Bekanntgabe der Wertungsspielergebnisse um 17.30 Uhr ging in Emerkingen ein langer Vereinsmusikertag zu Ende.
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Autor: CHRISTINA KIRSCH | 27.06.2011
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Eine Augenweide waren die acht Marschmusikkapellen, hier der Spielmannszug der Ehinger Bürgerwache.
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