Besitzer nicht zu Hause

Oberstadion.  Nicht mehr bewohnbar ist ein Wohngebäude nach einem Feuer in Oberstadion. Der Bewohner, ein Junggeselle, war zum Frühstück außer Haus.

Stundenlang waren gestern die Feuerwehren aus Oberstadion und Munderkingen beim Brand in einem Wohnhaus auf einem Hof an der Bühlstraße beschäftigt. Nachdem die Männer das Feuer gelöscht hatten, mussten sie das Haus ausräumen, denn überall gab es Glutnester, auch in der Decke zum Obergeschoss. Zunächst hatte große Aufregung geherrscht, weil Nachbarn und Rettungskräfte annahmen, dass sich der Hauseigentümer Tomas Heuschmid irgendwo im brennenden Haus befindet. Mit Atemschutzgeräten hatten die Wehrmänner aus Oberstadion unter der Leitung ihres Kommandanten Jochen Steinle - so gut es ging - das zweistöckige Gebäude nach dem Vermissten durchsucht. Vergebens. Erleichtert atmeten die Rettungskräfte auf, als sie den Mann die Straße heraufkommen sahen.

Wie er erzählte, hatte er den Ofen im Erdgeschoss angemacht und war dann zum Frühstück in die Bäckerei in der Ortsmitte gegangen. So konnte ein Teil der DRK-Fachkräfte wieder abrücken, die anderen Rettungsassistenten blieben bis zum Abschluss der Löscharbeiten vor Ort. Auch Bürgermeister Manfred Weber atmete auf, bevor er ins Rathaus ging, um zu klären, wo der nun obdachlos gewordene Hausbewohner untergebracht werden kann. Später wurde bekannt, dass der 46-Jährige vorübergehend bei einem Bekannten Unterschlupf fand. Mitarbeiter des Bauhofes kamen, um zu streuen, weil das Löschwasser bei minus elf Grad sofort auf der Straße gefror. Inzwischen hatten die Wehrleute in der Küche auch Benzinkanister und Motorsäge geborgen, die dort wegen Frostgefahr eingestellt waren, sodass die Gefahr einer Explosion beseitigt war.

Beamte des Polizeiposten Munderkingen nahmen die Ermittlungen nach der Brandursache auf. Das Feuer konnte auf einen Raum begrenzt werden, dieser brannte jedoch komplett aus. Da der Brandherd in der Nähe des Ofens lag, könnte sich wegen Überhitzung dort gelagertes brennbares Material entzündet haben. Den Schaden schätzte die Polizei auf 50 000 Euro.


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Autor: INGEBORG BURKHARDT | 10.02.2012

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