Auf der Erfolgsleiter:
Philipp Betz aus Kirchen ist Landessieger im Elektrohandwerk
Erstmals in der langen Firmengeschichte von Elektro-Fuchs gibt es einen Landessieger. Mit Philipp Betz aus Kirchen freuen sich die Chefs und alle Kollegen. Für November steht der Bundesentscheid im Kalender.
Es ist eine außergewöhnliche Leistung und entsprechend viel Freude und Stolz macht sich breit: Philipp Betz aus Kirchen, der bei Elektro-Fuchs in Munderkingen seine Ausbildung zum Elektroniker mit Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik absolvierte, hat nicht nur seine Prüfung bei der Handwerkskammer Ulm im Elektrohandwerk als Prüfungsbester mit der Note 1,3 abgelegt und sich damit für den Landesentscheid qualifiziert, sondern sich bei diesem anspruchsvollen Leistungswettbewerb in Waldshut-Tiengen am Wochenende als Sieger profiliert.
Die Handwerkskammer Konstanz war dort Ausrichter. Sechs Mitbewerber schlug er aus dem Feld und das macht Philipp Betz richtig stolz.
Mit seinem Chef Harald Fuchs strahlt Philipp Betz um die Wette nach diesem Erfolg.
In dem Handwerksbetrieb, den Urgroßvater Josef Fuchs 1919 am Obertorplatz in Munderkingen gründete, wurden stets junge Menschen ausgebildet. Seit Gerhard und Irmgard Fuchs den Betrieb in der Kirchgasse führen, und das sind rund 40 Jahre, waren es etwa 50 Lehrlinge – doch ein Landessieger war noch nicht dabei.
„Es ist ein besonderes Erlebnis und auch Genugtuung für die gesamte Belegschaft, denn alle haben an Philipp ihr Wissen während der Ausbildung weitergegeben“, betont Elektromeister Harald Fuchs, der mittlerweile Juniorchef von neun Monteuren und drei Bürokräften ist.
Die Firma hat sich gut entwickelt, was sich unter anderem am stattlichen Fuhrpark mit vielen roten Autos in der Kirchgasse zeigt.
Harald Fuchs ist offen für weitere Ambitionen des jungen Mannes, der sich während der Ausbildung voll engagiert habe und motiviert zur Sache gegangen sei. „Wenn er sich zum Techniker oder Meister weiterbilden will, hat er meine Unterstützung“, sichert Fuchs zu.
Zunächst aber reist der 24-Jährige im November zum Bundesentscheid nach Oldenburg und wird sich dort mit weiteren 15 Landessiegern der Jury stellen. Das sei mehr als Nervenkitzel, findet Philipp Betz. Mittagessen brauche er an solchen Tagen nicht. Dass es bisher so gut gelaufen ist, schreibt er neben der fundierten Ausbildung und guten Vorbereitung der Tagesform zu. „Es hat einfach alles gepasst.“
Dass er seine Ausbildung nach dem Abitur bei der Firma Fuchs absolvieren konnte, nennt er einen Glücksfall. Er wollte bewusst nicht studieren, sondern einen Beruf lernen, bei „dem er abends zufrieden nach Hause geht und von seiner Arbeit etwas sieht“, wie Betz sagt. Er schaute deshalb ins Internet und fand dort den Ausbildungsplatz bei der Firma Fuchs.
Anbieter und Interessent kamen zusammen und es wurde eine gute Sache draus. Es ist ein spezieller Beruf, den Philipp Betz lernte und nennt sich Berufskollegiat. In die reguläre Ausbildung sind zwei Semester Elektrotechnik integriert und damit waren während der dreijährigen Ausbildung Zusatzstoffe an der Robert-Bosch-Schule in Ulm zu lernen.
Harald Fuchs hatte ihn auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht, die als sehr gute Basis fürs berufliche Fortkommen dient. Und das hat Philipp Betz auf jeden Fall im Sinn.
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Autor: DORIS MOSER | 06.10.2010
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Meister Harald Fuchs (links) ist stolz auf Philipp Betz, der Landessieger im Elektrohandwerk ist und noch eine Stufe höher hinauf will.
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