11.000 Liter Benkesbergbier

11.000 Liter Benkesbergbier sind jetzt in Munderkingen auf dem Markt, gebraut aus der guten Ernte 2013. Mit einem kleinen Fest wurde am Samstag vor dem Rathaus das erste Fass angestochen.

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Gekonnt: Bürgermeister Lohner beim Fassanstich.  Foto: 

Bürgermeister Dr. Michael Lohner hatte sich am Samstagvormittag den Frack übergestreift, Stefan Ott, der Herold der Trommgesellenzunft, und weitere Mitglieder der Zunft waren ins historische Häs geschlüpft. Und weil ohne Tusch auch der beste Fassanstich nichts ist, war auch Stadtkapellenvorsitzender Axel von Bank mit zwei Bläsern vor dem Rathaus angetreten. Braumeister Ulrich Zimmermann aus Berg war gekommen und hatte das erste Fass Bier angeliefert, das aus dem Munderkinger Aroma-Hopfen gebraut wurde. Dank der guten Ernte aus den Hopfengärten in der Stadt sind es 11.000 Liter geworden, "33.000 Fläschla", erzählte später der Brauereibesitzer.

Zwei Dutzend Bürger standen im Halbkreis am Straßenrand um mitzuerleben, wie das Benkesbergbier angezapft wird. Zunftmeister Ralf Lindner, der mit der "Hopfengarde", Mary Schmid und Monika Veser, den Hopfenanbau vor einigen Jahren wieder in Gang gebracht hat, überließ es dem Bürgermeister, das Fass anzustechen, das der Herold und seine Mannen auf den Tisch gestellt hatten. Mit wenigen Schlägen konnte der geübte Fassanstecher Lohner die Arbeit erledigen.

Die Werbetrommel für Bierbrot in den Bäckereien, Bierwurst beim Metzger, Biergulasch im "Melber" und Biersülze im "Blank" hatte er zuvor schon gerührt und auch bekundet, dass der Munderkinger Gemeinderat am Donnerstag nach der Sitzung die Sülze kosten dürfe. Die Ankündigung "nach getaner Arbeit ein jeglich Maid küssen zu dürfen", sei nicht seine Sache, sondern die der Brunnenspringer. "Mir ist wohl ein falsches Manuskript untergeschoben worden", scherzte Lohner in Richtung Zunftmeister und das fasnetskundige Publikum lachte.

Die "Hopfenmaiden" hatten inzwischen schon Freibier an die Zuschauer und Passanten verteilt und dazu Bierbrot angeboten. Die Musik spielte ein Potpourri und bei einem fröhlichen Umtrunk klang der Festakt - ein weiterer Beitrag zum "Kleinstadtleben" - aus.

Dass das Benkesbergbier "aromatisch und bekömmlich ist", konnten die Festaktbesucher gleich feststellen. "Es ist fülliger", sagte der Bürgermeister und Zimmermann verwies auf die besondere Rezeptur des Munderkinger Gerstensafts, der mit 12,7 Prozent einen knappen Prozentpunkt mehr Stammwürze habe als das klassische Exportbier.

Geschmacklich liege das nach dem oberhalb der Stadt gelegenen Hügel mit der Linde benannte Bier zwischen dem Pils und dem Exportbier. Verkauft werde das Benkesbergbier in den Getränkemärkten Edeka und Finkbeiner, hatte der Bürgermeister bekannt gegeben.

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