Schwaben-FDP uneins über Airport-Zuschuss

Leipheim/Kreis Neu-Ulm.  Der Allgäu Airport will Geld vom Freistaat für seinen Ausbau. Dieses Anliegen wird die Schwaben-FDP nicht unterstützen, gefordert werden Zahlen.

Subventionsabbau ist eines der Ziele, denen sich die FDP verschrieben hat. Generell zumindest - im Konkreten aber würden manche Liberale eine Ausnahme machen. So der Kemptener Bundestagsabgeordnete und FDP-Bezirksvorsitzende Stephan Thomae. Der plädierte beim Bezirksparteitag am Wochenende in Leipheim für eine staatliche Unterstützung der Ausbauvorhaben des Allgäu Airports bei Memmingen.

Thomae hatte den Antrag gestellt, die FDP Schwaben soll beschließen: Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag und die FDP-Minister in der Staatsregierung sollen sich für einen 50-prozentigen Beitrag des Freistaats zu den geplanten Investitionen an dem Flughafen einsetzen. Wie berichtet, will die private Betreiber-Firma, die von Unternehmern und unter anderem dem Landkreis Neu-Ulm getragen wird, 15 Millionen Euro verbauen. Mit dem Geld soll die Start- und Landebahn verbreitert, eine neue Anflugbeleuchtung installiert werden. Die Airport GmbH hat dafür laut Thomae einen Zuschuss beim bayerischen Wirtschaftsministerium beantragt. Aus seiner Sicht ist der kleine Airport eine gute Alternative zu den großen Flughäfen in München, Stuttgart und Friedrichshafen. Dass ein privatwirtschaftliches Unternehmen eine Infrastrukturaufgabe übernimmt, die ansonsten typischerweise der Staat trägt, verdiene Respekt und Unterstützung. Auch der Tourismus im Allgäu profitiere vom Flughafen, weil Gäste aus dem Ausland kommen, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Gegen eine Unterstützung aus Steuermittel argumentierte in Leipheim unter anderem Richard Böhringer aus Senden. Angesichts der geplanten Schuldenbremse sei eine solche Investition sorgfältig zu prüfen. Es kam die Forderung auf, die Airport-GmbH solle einen Businessplan erstellen, der die Rentabilität darstellt - zumal sich durch die weggefallenen innerdeutschen Verbindungen eine neue Situation ergeben habe. Dieser Vorschlag bekam eine Mehrheit.

Bei den Wahlen bestätigten 35 Delegierten Stephan Thomae als Vorsitzenden, darunter auch die Vertreter aus der Region, Michael Zimmermann aus Weißenhorn und Richard Böhringer aus Senden. Wiedergewählt wurden auch Thomaes drei Stellvertreter Manfred Buhl, Miriam Gruß sowie Dr. Erwin Lotter.


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Autor: NIKO DIRNER | 22.11.2011

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