Buch mit neuen Fotos aus der Unterwelt

Die erste Auflage mit 5000 Exemplaren war vergriffen, jetzt ist die zweite, erweiterte Auflage des Buches "Faszination Blautopf" erschienen. Es enthält neue Fotos und Forschungsberichte aus der Tiefe.

Blaubeuren - Vorträge über die Forschungen im Blauhöhlensystem füllen große Hallen, Fernsehfilme erreichen hohe Einschaltquoten und auch gedruckte Fotos und Berichte sind sehr beliebt. Das 2008 in einer Auflage von 5000 Stück erschienene Buch "Faszination Blautopf" der Tauchergruppe "Arbeitsgemeinschaft Blautopf" war jetzt vergriffen. Nicht nur deswegen, sondern auch weil es neue Ergebnisse gibt, hat der Verein eine zweite, 3000 Exemplare starke Auflage herausgegeben. Das im Thorbecke-Verlag erschienene Buch mit 160 Seiten ist zum Preis von 26,90 Euro im Buchhandel zu haben.

"Wir wollen nicht für die eigene Schublade forschen", sagt Projektleiter Jochen Malmann. "Es ist uns wichtig, zeitnah zu informieren." Seit 2008 hat sich im Blauhöhlensystem einiges getan. Der Bau eines künstlichen Forschungsschachts im April 2010 bedeutete einen großen Fortschritt, denn seither sind die hinteren Abschnitte der Blautopfhöhle auch ohne Tauchausrüstung erreichbar. "Eine neue Dimension der Höhlenforschung" schreiben die Forscher in ihrem Buch. Sie beschreiben ausführlich die Bohrung mit einem 100-Tonnen-Gerät und gehen auf die in der Folge gemachten Entdeckungen ein: Wirbelknochen von einem Steppenbison und die reich mit Tropfsteinen geschmückte "Salle des Excentriques". Mit größeren Lichtquellen sind bessere Aufnahmen gelungen, etwa vom großen Mörikedom. Manche der Fotos werden mit dem neuen Band erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Mit Nachvermessungen wurde für die Blautopfhöhle eine Länge von 6443 Metern ermittelt. Zusammen mit der 2257 Meter langen Vetterhöhle, die vom Höhlenverein Blaubeuren erforscht wird, kommt das Blauhöhlensystem auf 8,7 Kilometer. "Wir werden im nächsten Jahr die Zehn-Kilometer-Marke überschreiten", meint Andreas Kücha, der stellvertretende Projektleiter der "Arge Blautopf". Noch nicht alle Seitenäste wurden genau vermessen. Auch gehen die Forscher davon aus, noch weiter in die Höhle vordringen zu können. Beispielsweise am "Versturz 3", wo bei jüngsten Expeditionen ein Luftzug von einem dahinter liegenden Hohlraum zu spüren war.

Doch jetzt legen die Forscher zunächst eine Pause ein, denn sie vermuten Wintergäste in der Höhle. Sie fanden Fledermaus-Skelette. Auch eine neue Entdeckung.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: JOACHIM STRIEBEL | 29.09.2011

Google 1+

Zwischen Bachtal-Schönheit und Miss Deutschland

Sie ist Miss Bayern. Jetzt tritt sie auch bei der Wahl zur schönsten Frau Deutschlands an. Die Rede ist von Sarah-Lorraine Riek aus Syrgenstein. Ob sie nun die Krone ins Bachtal holt oder nicht – die 19-Jährige ist gewappnet.... mehr
Schwerer Unfall bei Brenz

Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz

Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr

Motorradfahrer bei Streifzusammenstoß schwer verletzt

Illerberg Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer ist es am Sonntagmittag gegen 13 Uhr zwischen Illerberg und Witzighausen gekommen. Dieser war zwar lediglich an einem entgegenkommenden Auto vorbeigestreift, erlitt dabei jedoch schwere Verletzungen.... mehr

Familie muss ausziehen - Fünf Kinder in Wohnungsnot

Neu-Ulm Eine Alleinerziehende steht am 8. Juli mit ihren fünf Kindern auf der Straße, wenn sie keine Wohnung findet. Bisher ohne Erfolg, trotz professioneller Unterstützung der Wohnberatung der Neu-Ulmer Diakonie.... mehr

Amok-Alarm an Schule in Memmingen - Fahndung nach Täter läuft

Memmingen Amok-Alarm hat am Dienstagnachmittag ein 15-jähriger Schüler der achten Klasse in Memmingen (Bayern) ausgelöst. Der Junge hatte die Lindenschule, eine Grund- und Hauptschule, mit zwei scharfen Waffen betreten und mehrere Personen bedroht. Auch ein Schuss fiel.... mehr

Amok-Alarm an Memminger Schule: Waffen gehören dem Vater

Memmingen Die Waffen des 14-jährigen Schützen aus Memmingen gehören dessen Vater. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch als Ergebnis erster Ermittlungen zu dem Amokalarm mit. Der Vater sei ein Sportschütze.... mehr