Unangefochten die Nummer eins
Landgasthof Adler ist gastronomische Aushängeschild der Region
Rammingen. Wirklich gut versorgt mit Spitzengastronomie ist die Region an Donau und Iller wahrlich nicht. Seit Klaus Buderath und Jan Bimboes nach Rammingen gekommen sind, gibt es aber einen leuchtenden Stern hier.
Vor vier Jahren haben der Koch und der Sommelier mit ihren Familien das Haus übernommen und innerhalb kürzester Zeit zu einem Gourmettempel mit weitreichender Ausstrahlung gemacht. Nach zwei Jahren bereits sind sie mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden, was sie im zweiten Jahr der Bewertung wiederholen konnten. "Wer sodann im Adler Fehler sucht, muss dies schon manisch tun, denn viel Raum lassen B&B nicht", schreibt ein lokaler Restaurantführer, der das Duo Buderath und Bimboes nun schon im dritten Jahr in Folge als die klare Nummer eins in der Region sieht.
Dennoch machen die beiden immer wieder klar, dass ihnen gar nicht so sehr der so genannte Sterne-Tourismus am Herzen liegt. Also jene Besucher und Gäste, die von weit her anreisen, um Sterneküche zu bestellen und letztlich doch nur an allem herummäkeln. "Wir sind Ramminger", sagte vor kurzem Buderath, der ebenso wie sein kongenialer Kompagnon Buderath in Rammingen lebt.
Auch die Sache mit dem zweiten Stern, gehen die beiden, die sich in der Speisemeisterei in Stuttgart kennen gelernt haben, relativ entspannt an. Einen zweiten Stern zu bekommen - maximal werden allerhöchstens drei verliehen - habe nicht nur etwas mit Qualität zu tun, sondern viel mit Geld, mit der Ausstattung, mit dem Porzellan, mit allerlei Dingen, die eher außerhalb der Küche liegen. In der und im Weinkeller sehen die beiden aber ihre eindeutigen Stärken, die sie auch zukünftig ausspielen wollen. Spitzenküche mit regionalen Zutaten, jahreszeitlich zubereitet - und das auf einem sehr sehr hohen Level ist die Unternehmensphilosophie des Landgasthofs.
"Wir sind über den Genuss zueinander gekommen", beschrieb Buderath unlängst seine Freundschaft zu Bimboes. Der Genuss hält sie auch zusammen. Denn immer wenn Zeit bleibt, kochen sie zusammen mit ihren Familien, testen neue Gericht aus, stellen Menüs zusammen und schauen nach dem passenden Wein. "Wir wollen eine Gastronomie betreiben, die sich aus den regionalen Wurzeln speist", sagt Buderath.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: Hans-Uli Mayer | 20.10.2009
MEHR ARTIKEL ZUM THEMA
Das Beste im Südwesten
Sommeliere Natalie Lumpp kürt Weinfavoriten
Ulm „Explosionsartige Fortschritte“ sieht Sommeliere Natalie Lumpp bei Weinen aus Baden und Württemberg. Aus all der Qualität wählt sie ihre Top vier.... mehr
Mekka der Bekleidungsindustrie rund um die Südwestalb
Textil hat Tradition im Land. Rund um die Südwestalb finden sich so viele Top-Adressen der Bekleidungsindustrie wie sonst nirgendwo. Der Südwesten kleidet weit mehr als nur den Rest der Republik.... mehrTechnische Textilien als große Chance
Technische Textilien sind die Zukunft der Branche. Rund die Hälfte der Firmen im Südwesten setzt bereits auf die Industrie oder den Medizinsektor.... mehr
Textilunternehmen im Südwesten
Das Textilland Baden-Württemberg hat einige namhafte Branchenvertreter zu bieten. Hier eine kleine Auswahl quer durch den Südwesten.... mehrMode aus dem schwäbischen Metzingen
Mode macht man in Mailand, Paris, London - und in Metzingen. Im Ermstal sitzt Hugo Boss, Deutschlands größter Modekonzern.... mehrExzellenz, Elite und das Streben der Anderen
Vier Elite-Unis, eine Vielzahl außeruniversitärer Institute – die Forschungslandschaft im Südwesten hat viele Facetten. Es gibt aber auch Katzenjammer.... mehr„Monopole beenden die Wissensevolution“
Ulm Gefährliche Leuchttürme: Für den Soziologen sind Elite-Titel schädlich, weil sie den Wettbewerb der Unis massiv einschränken.... mehrUnter freiem Himmel übernachten
Region Draußen schlafen, sich in der Natur allein durchschlagen. Diese Outdoor-Aktivitäten liegen im Trend. Trainieren für die Wildnis kann man in Camps.... mehr
Meisterwerke aus der Hand schwäbischer Ingenieure
Ulm Der Maschinenbau ist der wichtigste Wirtschaftszweig im Südwesten. Der Grund: Ohne diese Branche gäbe es die heutige Industriegesellschaft nicht.... mehr

