„Man kann hier richtig guten Sport sehen“

Thomas Pfänder, der Tischtennis-Abteilungsleiter der Spvgg Gröningen-Satteldorf, freut sich über die überraschend erfolgreiche Saison des Regionalliga-Neuling.

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  • Das Spitzendoppel Heiko Bährwald (links) und Gabriel Stephan verlor in der gesamten Saison nur eine Partie.  1/2
    Das Spitzendoppel Heiko Bährwald (links) und Gabriel Stephan verlor in der gesamten Saison nur eine Partie. Foto: 
  • Über die Relegation können (von links) Dorothee Bauer, Lisa-Marie Schüler, Simone Nagel, Antje Kouril und Nadine Grellert den Klassenerhalt in der Damen-Verbandsliga schaffen. 2/2
    Über die Relegation können (von links) Dorothee Bauer, Lisa-Marie Schüler, Simone Nagel, Antje Kouril und Nadine Grellert den Klassenerhalt in der Damen-Verbandsliga schaffen. Foto: 
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Als Aufsteiger hat die Spvgg Satteldorf bereits vor Ostern den Klassen­erhalt in der Tischtennis-Regionalliga gesichert. Am Ende belegt der Liganeuling Rang 7, liegt lediglich einen Zähler hinter dem Fünften. Nur eine Niederlage kassierte dabei das Spitzendoppel mit Heiko Bährwald und Gabriel Stephan in der kompletten Runde. Einer der Macher dieser Erfolgsstory ist Thomas Pfänder, der schon seit vielen Jahren die Geschicke der Abteilung lenkt.

Hand aufs Herz: Haben Sie vor der Runde realistisch mit dem Klassen­erhalt gerechnet?

Thomas Pfänder: Ich habe es den Jungs schon zugetraut, aber dass wir uns so früh aller Abstiegssorgen entledigen konnten, damit hat wohl keiner gerechnet – auch ich nicht. Von allen Teams der Regionalliga hatten wir zu Beginn der Saison die wenigsten TTR-Punkte und galten somit neben der TSG Heilbronn, die in der gesamten Runde nur einen Zähler geholt hat, als sicherer Abstiegskandidat.

Was waren die Hauptgründe für diese überaus erfolgreiche Saison?

Ich denke, in der Vorrunde haben uns noch einige Teams unterschätzt und haben deshalb nicht immer in Bestbesetzung gespielt. Wir konnten so viele, zum Teil unerwartete Punkte sammeln und in der Rückserie dann ohne Druck befreit aufspielen. Ganz wichtig war zudem die Harmonie in der Mannschaft, die Spieler haben sich gegenseitig unterstützt und geholfen.

Wie lautet Ihr Fazit nach einer Saison in der Regionalliga?

Es ist schon toll, wenn wie zuletzt gegen Kaiserslautern die Nummer 106 der Weltrangliste in der Satteldorfer Turnhalle aufschlägt. Hier kann man richtig guten Sport sehen. Etwas schade, dass nicht noch mehr Zuschauer gekommen sind, aber mit rund 100 Besuchern im Schnitt sind wir dennoch Zuschauerkrösus der gesamten Regionalliga.

Sie sind anders als eigentlich alle Ihre Gegner nur mit Spielern aus der Region angetreten. Kann man so den anderen Teams mit zum Teil international erfahrenen Topspielern auf Dauer Paroli bieten?

Es war immer unser Ziel, Spielern aus der Region Hohenlohe möglichst hochklassigen Sport anzubieten. Wir wollen junge, entwicklungsfähige Spieler an die erste Mannschaft heranführen, so wie es zuletzt mit Moritz Kouril in der Rückrunde und zuvor mit Marius Henninger gelungen ist. Uns ist aber auch klar, dass dies möglicherweise nicht auf Dauer für die Regionalliga reichen könnte, aber grundsätzlich wäre die Oberliga ja auch okay.

Wie wichtig ist Gabriel Stephan für das Team?

Ohne Gabriel wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Er ist unsere unumstrittene Nummer 1 und hat Bundesligaerfahrung, mit der er seinen jungen Mitspielern hilft, im Training wie im Spiel.

Die zweite Mannschaft der Spvgg spielt als Landesligaaufsteiger in der Relegation gleich wieder um den Aufstieg in die Verbandsklasse. Wie sehen Sie die Chancen?

Aus drei Teams wird ein Aufsteiger gesucht, mit ein bisschen Glück rücken sogar zwei Teams nach oben. Wir haben eine ganz junge und unerfahrene Mannschaft, das wird sicherlich schwer. Aber für die Entwicklung der Nachwuchskräfte wäre ein Aufstieg in dieser oder in der nächsten Runde sicherlich von Vorteil. Zumal aus der Jugend noch einige Talente nachrücken und der Sprung in die Regionalliga anfangs einfach zu groß wäre.

Mit Marius Henninger (zum Ligakonkurrenten DJK Stuttgart) und Michael Rapp (kehrt zum SC Buchenbach zurück) verlieren Sie wichtige Stützen. Zudem pausiert Wasilis Alvanidis ein Jahr lang. Wie können Sie solche Abgänge kompensieren?

Marius ist noch jung und sieht die besseren Entwicklungsmöglichkeiten in Stuttgart, wo er fünfmal in der Woche trainieren kann, als Sprungbrett für den Weg nach oben. Da können wir als kleiner Verein nicht mithalten. Er hat dennoch einen riesigen Sprung bei uns gemacht. Und bei Michael war schon lange klar, dass er wieder zurückgeht. Es wird schwer, die Abgänge aufzufangen. Bisher haben wir mit Tobias Tran aus Hofherrnweiler erst einen sicheren Neuzugang. Ein äußerst talentierter Junge, aber erst 14 Jahre alt. Wir brauchen noch ein, zwei Neue, um konkurrenzfähig zu sein. Aber um die Liga auf Dauer zu halten, benötigen wir wohl externe Spieler, und das ist nicht unser Weg.

Heute stehen die Relegationsspiele im Tischtennis auf dem Programm. Mit dabei sind zwei Teams der Spvgg Satteldorf. Die Herren II der Spvgg haben sich als Landesliga-Zweiter für die Verbandsklassen-Relegation qualifiziert. Von 10 Uhr an geht es in Ilsfeld gegen den unbekannten Zweiten der Landesliga Gruppe 2, den TSV Oberbrüden (bei Backnang). Anschließend trifft man auf den TTC Bietigheim-Bissingen III, der zumindest nominell Favorit dieser Relegation ist.

Die Relegation zur Damen-Verbandsliga findet in Leutkirch (Allgäu) statt. Hier kommt es für Satteldorf zum Hohenloher Derby gegen den TTC Gnadental. Außerdem ist der SSC Berg mit dabei. Die Damen der Spvgg starten um 14 Uhr gegen den Verlierer der Partie Gnadental gegen Berg. Um 18 Uhr steigt dann das Finale. qtp

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