Rund 3400 Läufer finishen beim 19. EBM-Papst-Marathon

Knapp 3400 Finisher wurden bei der 19. Auflage des EBM-Papst-Marathons in Niedernhall gezählt. Die Veranstalter freuen sich schon auf das nächste Jahr - dann gibt es eine Jubiläumsveranstaltung.

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Die Läuferschlange am Start will gar nicht mehr enden. Beeindruckendes Bild in Niedernhall.  Foto: 

333 Nordic Walker eröffneten das Laufevent im Kochertal. 2444 Läufer schlossen insgesamt Marathon, Halbmarathon, ZehnKilometer-Lauf und Duo-Marathon ab. 381 Kinder gingen bei ihren Läufen an den Start. Hinzu kommen 187 Inlineskater und 47 Handbiker.

Zum Marathon-Mann wurde in diesem Jahr Kai Reissinger aus dem nordbayerischen Pleinfeld. Und für seine Siegerzeit von 2:40:50 Stunden musste er sich noch nicht einmal anstrengen. Er lief strikt nach Plan. "Es war für mich ein Trainingslauf", sagte Reissinger. "Ich wollte nicht unter 2:40 laufen." Seine Bestzeit liegt bei 2:28 Stunden. Die will er nun bei der deutschen Meisterschaft in München unterbieten. "Ich war zum ersten Mal hier dabei. Es ist alles sehr gut organisiert. Und die Strecke ist kurzweilig, leicht wellig. Das finde ich vom Profil her nicht schlecht." Zweiter über die 42,2 Kilometer wurde Matthias Koch (Tübingen) in 2:42:53 Stunden. Schnellste Frau im Marathon war Cornelia Kaltwasser vom Team Ultraschnecke (3:18:39 Stunden).

Fast unbemerkt lief Halbmarathon-Sieger Florian Röser durchs Ziel. Allerdings war er so schnell, dass noch keiner mit ihm gerechnet hatte. 1:10:22 Stunden benötigte der Neckarwestheimer, der für den TV Konstanz startet, auf den 21 Kilometern. Bei den deutschen Straßen-Meisterschaften über die zehn Kilometer landete er vor Kurzem erst auf Rang fünf. "Ich bin zufrieden", sagte er. "Es war der erste Halbmarathon, den ich gelaufen bin." Und nachdem der 21-Jährige im vergangenen Jahr in Niedernhall den Zehn-Kilometer-Lauf gewann, hatte er sich bewusst dazu entschlossen, hier seinen ersten Halbmarathon zu absolvieren.

Halbmarathonsiegerin Bettina Englisch kommt aus Brackenheim. "Es hat was, hinter dem Führungsfahrrad herzulaufen", sagte sie. "Ich habe mich ganz auf die Waden des Fahrers konzentriert." Nach 1:25:39 Stunden war sie im Ziel - sieben Minuten schneller als die Zweitplatzierte Sandra Fätsch (Team Erdinger Alkoholfrei).

Über die zehn Kilometer ließ Christian Strauch (32:25 Minuten) den großen Traum von Kay-Uwe Müller platzen. Der Ilshofener, der bereits Marathon, Halbmarathon und Duo-Marathon in Niedernhall gewonnen hatte, wollte nun Siege auf allen Strecken perfekt machen. Doch es wurde nichts daraus. Er war rund eine Minute langsamer als Strauch. "Als ich ihn am Start gesehen habe, war klar, dass es mir nicht reichen wird", sagte Müller. "Er ist eine andere Welt im Zehner. Ich habe hinten raus auch gar nicht mehr versucht anzugreifen, weil ich wusste, dass er jederzeit noch zulegen kann", so Müller.

Für Strauch war es ein Trainingslauf - wie für Reissinger in Hinblick auf die deutsche Meisterschaft in München. Seine Bestzeit liegt im Marathon bei 2:20 Stunden. "Mit meiner Zeit bin ich zufrieden. Die ist auf dieser Strecke gut." Bei Kilometer fünf startete er seine Attacke und setzte sich ab. Selbst Müller konnte dann nur noch mit Abstand folgen.

Mit Eleisa Haag (EBM-Papst- Team Hohenlohe) hat die zehn Kilometer der Frauen dann eine Hohenloherin gewonnen. Haag kommt aus Niederstetten und besiegte mit einer Minute Vorsprung keine Geringere als Kristina Schadt, die mehrfache Landesmeisterin ist. "Dafür, dass ich kaum noch trainiere, bin ich zufrieden", erklärte Schadt. 41:14 Minuten war sie unterwegs. Haag kam nach 40:02 Minuten ins Ziel. "Ich mache eigentlich Triathlon. Aber das Laufen macht mir einfach Spaß", betonte sie. "Nicht zu vergessen der Duo-Marathon, bei dem sich zwei Läufer die Strecke teilen. Einer absolviert 27 Kilometer, der andere 15." Am schnellsten waren hier Michael Hofmann und Robert Weckesser in 2:39:57 Stunden.

Das Fazit von Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von EBM-Papst, fiel sehr positiv aus: "Ein echter EBM-Papst-Marathon. Auch mit sehr vielen Mitarbeitern aus der ganzen Welt. Ich bin jetzt zum dritten Mal positiv überrascht, welch ein Magnet die Veranstaltung ist."

Mit Patrice Simler aus Obernai war sogar ein Teilnehmer aus Frankreich angereist. "Ich bin zum ersten Mal da", erklärte er nach seinem Zehn-Kilometer-Lauf. "Es war super, alles hat perfekt gepasst."

Info Weitere Infos und Ergebnisse unter www.ebmpapst-marathon.de

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