Für die Pferde gibt es einen Bund Karotten als Belohnung

Der RFV Frankenhardt war  für drei Tage Gastgeber eines Turniers. Zu den Spring- und Dressurprüfungen traten an drei Tagen 180 Reiter an

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  • Das Springreiten am Sonntag ist immer der Höhepunkt des dreitägigen Turnierreigens in Honhardt 1/2
    Das Springreiten am Sonntag ist immer der Höhepunkt des dreitägigen Turnierreigens in Honhardt Foto: 
  • Die Vorstandsmitglieder des RFV Frankenhardt (von links): Margit Lober-Baudermann, Heike Rollbühler, Melanie Täger, Max Grützemann, Sandra Kern und Stefanie Hollenbach. 2/2
    Die Vorstandsmitglieder des RFV Frankenhardt (von links): Margit Lober-Baudermann, Heike Rollbühler, Melanie Täger, Max Grützemann, Sandra Kern und Stefanie Hollenbach. Foto: 
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Den Auftakt des Turniers bildete am Freitag die Dressurprüfungen für junge Pferde und Nachwuchsreiter. Am Samstag folgten Dressurprüfungen und der Sonntag stand ganz im Zeichen des Springreitens.

Einer der an allen drei Tagen mitten im Geschehen war ist Christoph Schneider. Der 35-jährige Reiter ist seit über fünf Jahren Mitglied im Verein und ist sowohl im Springreiten als auch in der Dressur in insgesamt sechs Prüfungen gestartet. „Bei mir hat sich das aus einem Spaß heraus entwickelt, weil ich meine Reitabzeichen bestätigen musste“, erinnert er sich, wie er vom Freizeit- zum Turniersport kam. Die beiden Pferde, die er reitet, „Wolke Sieben“ als Springpferd und „David“ bei der Dressur, begleiten den Reiter schon lange. Seit beide Fohlen waren, hat er geholfen, sie einzureiten und seine Reitbeteiligung erlaubt ihm, die beiden nicht nur zu trainieren, sondern mit ihnen auf Turniere zu fahren. „Ich glaube ich muss da nachholen, was ich als Jugendlicher verpasst habe“, sagt er lachend, als er erzählt, dass er in der Saison auf über 15 Turniere fährt. Welche Disziplin ihm dabei mehr Spaß macht kann er nicht sagen, gefällt ihm doch gerade der Unterschied zwischen Nervenkitzel und Konzentration, die beide vom Reiter abverlangen besonders gut.

Gefühltes Heimspiel

Das Turnier in Honhardt war für den Industriekaufmann ein gefühltes Heimspiel und er hat es auf sich genommen tatsächlich mehrmals täglich die Strecke von Michelbach/Bilz zu fahren, um immer wieder mit dem richtigen Pferd rechtzeitig am Start zu sein. „Ich stehe einfach voll hinter dem Verein, weil alle Mitglieder so nett sind“, sagt er, weshalb er sich einen Reitverein ausgesucht hat, der so weit von seinem Wohnort weg ist. So übernahmen auch am Wochenende andere Vereinsmitglieder die vielen Helferschichten und Christoph Schneider wurde verschont, damit er selbst teilnehmen kann, was er sehr zu schätzen weiß. „Bei anderen Turnieren bin ich Gast, doch in Honhardt bin ich daheim“, fasst er zusammen, wie sehr er das Wochenende genossen hat. Zwar war er nicht in allen Prüfungen erfolgreich, musste auch den einen oder anderen Abwurf in Kauf nehmen, doch auf die verdienten Schleifen ist er dennoch stolz. Die kommen im heimischen Stall an den Schleifenteppich, nachdem sie drei Tage lang gut sichtbar im Auto mitfahren durften. Das kalte und wechselhafte Wetter machte dem Reiter übrigens, wie den anderen Turnierteilnehmern auch, nicht so viel zu schaffen wie den Zuschauern. „Da muss schon ein Orkan kommen, dass das Turnier ausgesetzt wird“, scherzt Melanie Täger von der Turnierleitung und fügt an: „Der Platz ist bei Regen tatsächlich besser bereitbar. So gesehen haben wir mit dem Wetter sogar Glück.“

Reithalle zur Vorbereitung

Zu dieser Gelassenheit trägt natürlich auch bei, dass der Verein über eine große Reithalle verfügt, die von den Reitern zur Vorbereitung genutzt werden konnte, sodass sie dem Regen immer nur für die Dauer ihrer Prüfung ausgesetzt waren. Die Zuschauer hatten es da vor allem am Samstag etwas schwerer, sie mussten sich unter das kleine Dach am Reitplatz drängen, um dem Springen beizuwohnen.

Das zum Abschluss am Sonntag ganz anständige Wetter und die zahlreichen Zuschauer, die sich dann noch einmal einfanden, waren für das Organisationsteam und die vielen Helfer zusätzliche Belohnung für die umfangreiche Turniervorbereitung, die schon im November begann. „Es ist schon viel Arbeit und so ziemlich alle Vereinsmitglieder müssen mitanpacken und sogar die Kinder und Jugendlichen Helfen schon fleißig mit“, lobt Heike Rollbühler vom Vorstand. Für die platzierten Pferde gab es übrigens auch eine Belohnung, nämlich einen Bund Karotten.

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