Vierter Erfolg von Bettina Englisch

Brackenheimerin gewinnt Halbmarathon beim EBM-Papst-Marathon in Niedernhall. Michael Chalupsky jubelt bei den Männern.

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Halbmarathonsiegerin Bettina Englisch zierte dieses Jahr auch das Werbeplakat im Vorfeld des EBM-Papst-Marathons.  Foto: 

Bettina Englisch hatte in diesem Jahr eine besondere Motivation. Auf den Plakaten des 22. EBM-Papst-­Marathons war die Brackenheimerin zu sehen. Auf der Internetseite begrüßte sie die Besucher mit ihrer Siegerpose. Am Sonntag gewann die Läuferin der TSG Heilbronn dann auch zum vierten Mal in Folge über die Halbmarathon-Distanz. „Ich wollte dieses Jahr unbedingt wieder dabei sein und gewinnen, weil ich auf den Plakaten abgebildet war“, sagte Englisch. „Es war schon super. Ich bin auch auf der Strecke einige Male darauf angesprochen worden. Ich laufe hier unheimlich gerne.“

Solide Zeit erreicht

In soliden 1:20:57 Stunden war sie auf 21 Kilometern im Kochertal unterwegs. Die Zweitplatzierte Monica Ujevic benötigte zehn Minuten länger. „Nächste Woche in Karlsruhe möchte ich bei den baden-württembergischen Meisterschaften eine persönliche Bestleistung aufstellen. Im Idealfall rund um 1:18 Stunden. Da ist es ebener und ein breiteres Feld an der Spitze, durch das man gezogen wird, und es ist flacher als hier“, sagte Englisch. Dafür hat das Kochertal andere Vorzüge, die sie schätzt. „Landschaftlich ist es einfach herrlich. Schon am Morgen als ich hergefahren bin, war es schön mit den Nebelschwaden über dem Kocher. Aber mein Highlight ist das Stadttor in Forchtenberg. Das ist eine tolle Kulisse. Auch wenn es dann etwas hoch geht.“ In Niedernhall ging es Englisch weniger um die Zeit. Für sie war es ein Vorbereitungslauf zum Genießen. Und trotzdem geht sie ihn immer wieder mit großem Ehrgeiz an: „Gewinnen will ich schon.“ Das tat sie auch – mit der gewohnten Jubelpose.

Im Moment läuft bei ihr die Vorbereitung auf die deutschen Marathon-Meisterschaften Ende Oktober in Frankfurt. Auch da strebt sie eine Bestzeit an. „2:45 Stunden wären super“, sagt sie.

Dort trifft sie dann auch den Männersieger Michael Chalup­sky wieder. Er will dort um die 2:30 Stunden laufen. In Niedernhall benötigte der Heidelberger für die halbe Distanz 1:13:49. Auch im vergangenen Jahr holte er sich den Sieg beim EBM-Papst-Marathon. „Schade, dass ich fast die ganze Zeit alleine unterwegs war“, meinte er. „Beim Wendepunkt nach 14 Kilometern ist mir auch lange keiner entgegengekommen.“ Der Zweite Patrick Hoffmann benötigte 1:17:22 Stunden.

Alleinunterhalter

Kurzarbeiter Florian Röser (TV Konstanz) war auf den zehn Kilometern 31:03 Minuten unterwegs. „Ich hätte schon gerne die 30 davor gehabt“, meinte er. Aber auch er hatte wie Chalupsky und Englisch das Problem, alleine an der Spitze zu laufen. „Wenn da drei, vier mit dabei sind, ist es einfacher, eine schnelle Zeit zu laufen. Da stachelt man sich dann an.“

Auch der Neckarwestheimer ist ein Serientäter in Niedernhall. Es war sein dritter Erfolg über die zehn Kilometer. Einmal gewann Röser auch den Halbmarathon. „Ich laufe gerne hier. Das ist ­immer ein schöner Tempolauf.“ Als nächsten Wettkampf peilt er einen Halbmarathon in Köln an. „Da soll dann eine vernünftige Zeit rauskommen“, sagt Röser. Die Marathondistanz will er erst in einigen Jahren angehen. „Auf zehn Kilometern deutlich unter 30 Minuten zu bleiben, ist schon mein Ziel“, sagt der 18. der ­diesjährigen deutschen Meisterschaften. Seine Bestzeit von 30:20 Minuten stellte er im Frühjahr auf.

Ein Platz unter den Top Ten in Deutschland ist das mittelfristige Ziel des 24-Jährigen. Und dann hat er da noch einen Traum: „Ich würde gerne mal international starten“, sagt er.

Unbeschreibliche Aussicht

Auf der seit vergangenem Jahr neuen und noch mal etwas modifizierten Marathonstrecke war Martin Schwab (Rothenburg) in 2:47:41 Stunden am schnellsten. „Die Aussicht in den Weinbergen ist unbeschreiblich. Sie entschädigt für die Anstrengung. Es ist keine Strecke für Bestzeiten, dafür ist sie schön“, sagte Schwab. Sandra Gruidl (Sterzach) kam nach 3:40:42 Stunden als schnellste Marathonfrau ins Ziel.

Als besonderer Gast ging Stephan Vuckovic auf die Strecke. Praktisch außer Konkurrenz. Der Silbermedaillen-Gewinner im Triathlon bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 war als Cheftrainer der Aktion 0-10-21 von EBM-Papst unterwegs. Seit Mai hat er rund 50 Anfänger trainiert und sie auf das Laufevent im Kochertal vorbereitet. „Es war super. Alle sind angekommen“, sagte er zufrieden.

Für ihn selbst war es zu Beginn anstrengend. Denn er schloss sich den schwächsten Läufern seiner Gruppe an. „Instinktiv laufe ich normalerweise schneller“, sagte Stephan Vuckovic lachend. „Aber ich habe mich daran gewöhnt.“ Mit der Zeit arbeitete er sich durch das Feld immer weiter nach vorne, um seinen Schützlingen Tipps zu geben.

Info Alle Ergebnisse online unter
www.ebmpapst-marathon.de

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