Crailsheimer Musketier wird 70

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Klaus-Dieter Gremm kümmert sich seit Jahren um die Belange der Fechter in Crailsheim. Privatfoto

Klaus-Dieter Gremm, das letzte Urgestein des Crailsheimer Fechtsports, feiert morgen seinen 70 Geburtstag.

Als die Crailsheimer Fechtabteilung 1961 von Otto Kaslack gegründet wurde, dauerte es nicht lange, bis auch Klaus Dieter Gremm, inspiriert durch seine damalige Jugendliebe und heutige Frau Ilse, dem Fechtsport verfallen war. Mit unermüdlichem Eifer half er von Anfang an, den noch jungen Fechtclub im TSV Crailsheim zu einem in ganz Württemberg geachteten Fechtverein erster Güte zu machen.

Der Aufbau der Fechtjugend war für Klaus-Dieter Gremm immer das zentrale, unverzichtbare Element in seiner Vereinsarbeit. Mitte der 70er-Jahre übernahm er dann auch die Hauptaufgabe als Fechtmeister und führte den Verein zu zahlreichen Erfolgen.

In guter Erinnerung sind ihm noch die ersten richtig großen Vereinserfolge in den 80er-Jahren, als er mit Henning Gulden deutscher Vizemeister wurde und mit Gunther Gropper und Till Soffner ebenso in die Endrunde der deutschen Meisterschaften gelangte und den übermächtigen Fechtzentren Heidenheim und Tauberbischofsheim erstmals Paroli bieten konnte. Seither führt er seine Fechtequipe regelmäßig zu Erfolgen bei Bezirks- und württembergischen Meisterschaften. Nach dem tragischen und viel zu frühen Tod von Eckehard Vogelmann, der ihm viele Jahre lang als Vorstand und Fechtkamerad zur Seite stand, übernahm er auch noch neben seiner Tätigkeit als Fechtmeister die Aufgabe des Vorstandes und hielt den Verein allen Widrigkeiten zum Trotz am Leben und begeisterte immer mehr junge Crailsheimer für diese exklusive und faszinierende Sportart.

Ihm ist für seinen Fechtsport seit über 40 Jahren kein Weg zu weit und keine Arbeit zu groß. Nächtelang repariert er noch immer die Waffen der jungen Fechterinnen und Fechter, um sie auf dem aktuellsten Stand der Turniertechnik zu halten. Unzählige Wochenenden hat er mit seinen Fechtschützlingen auf Turnieren in ganz Deutschland zugebracht, unterstützt, wo immer es ging, getröstet, wenn die Niederlagen mehr schmerzten als die Wunden und müden Muskeln, bis zur äußersten Belastung angetrieben und sich über jeden Treffer seiner Schützlinge mehr gefreut als sie selbst.

Eines hat er allen mit auf den Weg gegeben: Fairness als oberstes Gebot im (Fecht-)Sport und, dass man mit Willen und Überlegung mehr erreichen kann, als mit purer Muskelkraft. Das was Klaus-Dieter Gremm für den Fechtverein leistet und geleistet hat, ist selten geworden in der Gesellschaft und verdient nicht nur von seinen ehemaligen und aktuellen Fechtschützlingen, Anerkennung und Bewunderung.

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