„Wir betrachten es als Endspiel“

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Das Gastspiel der Ingolstadt Dukes in Schwäbisch Hall Mitte Juni wird noch lange in Erinnerung bleiben: Am Ende eines dreistündigen Punktegewitters durften die Haller mit einem 65:53-Erfolg vom Platz gehen. Die bayerischen Aufsteiger präsentierten sich auf Augenhöhe mit den amtierenden deutschen Vizemeistern und überraschten die Unicorns ebenso wie deren Fans mit einer Vielzahl von Trickspielzügen. Vor dem Rückspiel am heutigen Samstag sind die TSG-Footballer also gewarnt.

Manches spricht allerdings dagegen, dass man mit einer erneuten 100-Plus-Punkte-Partie rechnen sollte. Im Juli mussten die Dukes von ihrem erfahrenen Offense-Coordinator Frank Roser Abschied nehmen. Roser hat ein Angebot der Division-1-Mannschaft der University of Texas in El Paso angenommen, und man darf gespannt sein, ob der Angriffs-Regisseur seine Trickkiste in Ingolstadt hat stehen lassen.

Zweitbester Receiver ist verletzt

Außerdem plagen die Ingolstädter Verletzungssorgen. Von 16 Ausfällen ist die Rede und der neueste, prominente Zugang in der Verletztenliste der Dukes ist ihr nach der Statistik zweitbester Passempfänger Jan Hochschild. Er verletzte sich am vergangenen Sonntag in Marburg an der Schulter und sein Einsatz ist fraglich.

Nicht nur wegen dieser Verletzung war der Ausflug nach Hessen kein Highlight für die Dukes: Mit 22:40 unterlag man den Tabellennachbarn und muss sich nun für die Play-off-Qualifikation in der Tabelle nach unten absichern. Der vom Auftritt seines Teams enttäuschte Ingolstädter Headcoach Eugen Haaf sagte nach diesem Spiel: „Ich bin nur froh, dass wir so gut in die Saison gestartet sind, sonst wären wir jetzt wohl gewaltig unter Druck.“

Die Unicorns können sich den Druck hingegen nur selbst machen. Nach dem 18:14-Erfolg gegen Frankfurt am vergangenen Samstag haben sie die besten Voraussetzungen, um sich zum insgesamt achten Mal und zum siebten Mal in Folge den Titel des Südmeisters zu sichern. In den letzten drei Rundenspielen gegen Ingolstadt, Stuttgart und Marburg könnte man sich dafür sogar zwei Niederlagen erlauben. Man nimmt bei den TSGlern allerdings lieber die umgekehrte Sichtweise ein: Hall hat die Chance, wie im Vorjahr ungeschlagen in die Play-offs einzuziehen.

Defense ist alarmiert

„Weil wir am Samstag den Titel sichern können, betrachten wir dieses Spiel auch als ein Endspiel. Entsprechend gut versuchen wir uns auf die Dukes vorzubereiten“, sagt Halls Cheftrainer Jordan Neuman. „Wir haben im Hinspiel gesehen, wie stark die Dukes-Offense sein kann. Unsere Defense ist alarmiert und hoch motiviert.“ Für ihn steht weiterhin die Entwicklung seines Teams im Vordergrund: „Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen uns bis zu den Play-offs jede Woche weiter verbessern.“

Auch die Haller können im Kader nicht aus dem Vollen schöpfen. Im Angriff werden Runningback Jerome Manyema, Receiver Aurieus Adegbesan und Tackle Matthias Urmes wohl frühestens in den Play-offs wieder einsatzbereit sein. Am Samstag fehlt außerdem Guard Patrick Staudacher, dafür wird aber sein Positionskollege Christian Rothe wieder an Bord sein. Die Haller Defense muss auf Safety Mark Scherenberg und End Simon Butsch verzichten. Ein Fragezeichen steht derzeit noch hinter Linebacker Daniel Emmanuel, über dessen Sperre nach einem Platzverweis gegen Frankfurt noch zu entscheiden ist.

Die Fans der Schwäbisch Hall Unicorns werden im Fanbus oder auf eigene Faust zum ersten Spiel in der Unicorns-Geschichte in Ingolstadt anreisen. Für Daheimgebliebene wird eine Liveübertragung im Internetradio „Mein Sportradio“ unter www.meinsportradio.de angeboten.

Info Ingolstadt Dukes – Schwäbisch Hall Unicorns, heute, 18.30 Uhr

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