Süddeutsche Meisterschaften der U-16- und der U-23-Leichtathleten

Vier Athleten des TSV Crailsheim sind bei den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U 16 und der U 23 gestartet.

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Kathrin Lehnert (Zweite von links) über 800 Meter in Aktion.  Foto: 

Die Ausbeute von einer Goldmedaille durch Simon Vogt (Hammerwurf) und einer Bronzemedaille durch Kathrin Lehnert (800 Meter) kann sich sehen lassen.

Hammerwerfen, neben dem Stabhochsprung die schwierigste technische Disziplin, verlangt von den Athleten die Bereitschaft ständigen Übens und das Verständnis für die Disziplin. Diese Bereitschaft hat bei den süddeutschen Meisterschaften der U 16 auch den Ausschlag für Simon Vogt (TSV Crailsheim) zum Titelgewinn gegeben. Mit Alessandro Minnella von der MTG Mannheim standen sich zwei Athleten mit Würfen über 50 Meter gegenüber.

Im ersten Versuch schleuderte Simon den Hammer auf die neue Bestweite von 50,93 Meter. Diese Weite brachte dem beim Einwerfen selbstbewusst auftretenden Alessandro Minnella um seinen Schneid, sodass er mit seinem besten Wurf von 48,75 Metern Simon Vogt nicht vom ersten Platz stoßen konnte.

Als Vorbereitung für die deutschen U-23-Meisterschaften in Wattenscheid hatte Kathrin Lehnert von den Mittelstrecken die 800 Meter gewählt. In zwei Läufen mit jeweils sieben Athletinnen wurden die Läuferinnen eingeteilt. Der erste Zeitlauf mit den schwächeren Meldezeiten ging in 2:19,71 Minuten an Pia Bringer (TV Waldstraße Wiesbaden) vor Leonie Rapp von der TSG Schwäbisch Hall in 2:21,30 Minuten.

Im zweiten Lauf startete die baden-württembergische Meisterin über 1500 Meter, Kathrin Lehnert (TSV Crailsheim), mit Tamara Eichenbrenner (SG Schorndorf 1846) und der Läuferin mit der schnellsten Meldezeit, Julia Rieger (LV Pliezhausen). In der ersten Stadionrunde wurde gebummelt. Die Durchgangszeit von 70 Sekunden deutete auf keine schnelle Endzeit hin, sodass die Läuferinnen des ersten Zeitlaufs noch Hoffnungen auf eine Medaille hatten. Jedoch 300 Meter vor dem Ziel wurde das Tempo forciert. Kathrin Lehnert überlegte einen Moment zu lange, ob sie mit den führenden Läuferinnen mitlaufen sollte, und verpasste so den Anschluss zur Spitzengruppe. 200 Meter vor dem Ziel setzte sie zu ihrem gefürchteten Spurt an und überholte zum Teil auf Bahn 3 liegend eine Athletin nach der anderen. Sie erkämpfte sich mit ihrem Schlussspurt die Bronzemedaille. Es gewann Julia Rieger in 2:16,12 Minuten vor Julia Merbach (TSV Kirchhain) und Kathrin Lehnert in 2:17,53 Minuten. Damit hat sie gezeigt, dass sie gut vorbereitet zu den deutschen Meisterschaften fahren kann.

Über die Stadionrunde (400 Meter hatten die Crailsheimer mit Pascal Franke einen weiteren Joker am Start. Der baden-württembergische Meister über diese Strecke wollte wie seine Teamkameradin seine Form für die deutschen Meisterschaften testen. Mit den Zwillingen Aleksi und Jaakkima Rösler (SG Schlüchtern) hatte er zwei schnelle Läufer vor sich. Pascal Franke hatte sich vorgenommen, die ersten 200 Meter etwas langsamer anzugehen, damit er in der zweiten Hälfte mit einem starken Finish noch in die Medaillenränge laufen kann. Jedoch fehlte ihm an diesem Tag die nötige Frische. Er belegte in einem sehr schnellen Teilnehmerfeld den vierten Platz in 48,43 Sekunden. Es siegte Aleksi Rösler in (47,97).

In der Altersklasse W 14 hatte sich die Crailsheimer Schülerin Jule Koch im Hochsprung für die süddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Mit ihrer Bestleistung von 1,59 Metern war sie im Meldefeld der 44 Hochspringerinnen auf dem guten siebten Platz zu finden. Durch verletzungsbedingte Trainingsausfälle fuhr sie jedoch nicht in Bestform nach Sankt Wendel. Ihre Anfangshöhe von 1,45 Metern übersprang sie sicher im ersten Versuch und benötigte für die nächste Höhe von 1,50 Meter zwei Versuche. Bei 1,53 Metern war jedoch Endstation (Platz 12). Es siegte Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau) mit sehr guten 1,75 Metern. Bronze ging mit 1,59 Metern an Hannah Sophie Zirker (Unterländer LG).

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