Stabhochspringer aus Sulzdorf holt Goldmedaille bei der U 23

Der neue deutsche U-23-Meister im Stabhochsprung ist Torben Laidig (WGL/TSV Sulzdorf). Er gewinnt erstmals in seiner Karriere einen nationalen Titel.

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Torben Laidig Archivfoto: Comi  Foto: 

Die zahlreichen Zuschauer an der Stabhochsprunganlage applaudieren und freuen sich mit dem neuen Titelträger aus Sulzdorf. Der steht bei seinem Trainer Jochen Eberhart und muss erst mal tief durchatmen. Titel geschafft - Qualifikation verpasst. Denkbar knapp: Die drei Versuche über die Qualifikationshöhe für die U-23-Europameisterschaften im estnischen Tallinn reißt der Modellathlet nur hauchdünn. Dabei hat der 21-Jährige "die Höhe von 5,40 Meter locker drin", sagt Eberhart im Fachjargon der Höhenjäger.

Zwei Stunden zuvor geht das Trainer-Athleten-Gespann ruhig und besonnen den wichtigen Wettkampf an. Die deutschen Meisterschaften sind die letzte Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften zu qualifizieren, und entsprechend fokussiert ist Laidig. "Für den Titelgewinn hängt ganz viel von der Anzahl der Fehlversuche ab", unkt Eberhart. Und tatsächlich sieht sich Laidigs vermeintlich größter Konkurrent Oleg Zernikel schnell unter Zugzwang. Bereits bei der Einstiegshöhe von 4,70 Meter leistet sich der Springer vom ASV Landau einen Patzer. Laidig überquert die Latte bis zur Höhe von 5,20 Meter blitzsauber, nur ein Fehlversuch bei fünf Metern trübt die makellose Bilanz.

Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle anderen Konkurrenten ausgeschieden, Zernikel und Laidig liefern sich einen spannenden Wettkampf um den Meistertitel. Während Zernikel sein Heil in der Flucht nach vorne sucht und seine Sprungversuche bis zur Qualifikationshöhe von 5,40 Meter auslässt, verlässt sich Laidig auf seine enorme Sprungkraft und meistert 5,30 Meter nervenstark im dritten Versuch. Die anschließende Quali-Höhe von 5,40 Meter ist für beide Athleten zu hoch. Die fühlbare Enttäuschung des Sulzdorfers hat einen Grund: Im nächsten Jahr steht keine internationale U-23-Meisterschaft an, und 2017 gehört Laidig bereits der Aktivenklasse an.

Nach zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen in seiner Paradedisziplin kann sich Laidig wenig später über die erste Goldmedaille bei deutschen Meisterschaften freuen und steht bei der anschließenden Siegerehrung sichtlich stolz auf dem obersten Podestplatz.

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